Eric Idle
29.3.2013, 0:01:07, von Chris
wird heute 70. Ausgerechnet am Karfreitag. Gleich zwei Gründe, seinen populärsten Song zu verlinken. Happy Birthday.
29.3.2013, 0:01:07, von Chris
wird heute 70. Ausgerechnet am Karfreitag. Gleich zwei Gründe, seinen populärsten Song zu verlinken. Happy Birthday.
12.3.2013, 18:19:31, von Chris
Ich bin ja so ein ganz schlauer, denn ich habe ein Latinum, ein großes sogar. Wofür es gut ist, ist mir nicht so ganz klar, aber im Laufe meiner Schulzeit habe ich es erworben, wofür, ist mir nicht so ganz klar. Es ist zu wirklich nichts nütze, außer zum Angeben, und das klappt auch nicht so recht, weil es heutzutage, wo alle Welt neumodische Sprachen wie Englisch spricht, etwas altbacken wirkt, wenn man mit dem Satz “Ich habe das Latinum!” ins Gespräch startet. Früher, da sagte man ja: “Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist das Latinum,” aber komme damit mal irgendeinem Twitterer, Facebooker oder überhaupt der jungen Generation. Die geben dann nur mit ihren Smartphones an und weisen — vielleicht nicht ganz zu Unrecht — darauf hin, dass es viel praktischer und vor allem cooler ist, ein Smartphone zu besitzen und selbiges auch bedienen zu können.
Mir geht es da wie vielen Menschen, die mit ihren Smartphones nicht zurechtkonmen: Man hat eines, weiß aber nicht, wo wie was ist und wie man dieses, jenes und sonstiges macht. So geht es mir mit der lateinischen Sprache (und ginge es mir wohl auch mit meinem Smartphone, wenn ich denn eines besäße): Ich kann sie nicht bedienen.
Klar, ein paar lateinische Redewendungen kenne ich schon, und sei es aus Asterix, auch weiß ich, was ein Futur II ist (ein Fall, der im Deutschen sträflich vernachlässigt wird). Auch habe ich noch gelernt, dass man das “C” stets wie ein “K” aussprechen sollte, weil es zur Hochzeit des Römischen Imperiums wie “K” ausgesprochen wurde und “C-Latein” lediglich eine degenerierte Form des Lateinischen darstellt. Ich weiß nicht, ob letzteres stimmt, aber es freut mich, damit klugscheißen zu können. Und vor allem freut es mich tierisch, “Kikero” statt “Zizero” sagen zu können.
Aber, jetzt mal ganz ehrlich: So aus der hohlen Hand wüsste ich nicht, wie man “wir werden einen Papst haben” auf Latein sagt. Ich hätte nämlich so gerne das “habemus papam” ins Futur übersetzt. Und am liebsten noch ins Futur II Passiv, weil es auch so schön passt.
Oder, um es kurz zu machen: Während ich diese Zeilen schreiben, hat Spiegel Online einen Livestream vom Konklave. Ja genau, wo keiner zugucken darf. Deswegen zeigen sie jetzt Menschen, die mit Regenschirmen auf dem Petersplatz stehen und warten. Ich hoffe, die wählen noch jahrelang.
28.12.2012, 8:02:38, von Chris
“Ein Wandschrank, ach wie praktisch!” ist ein oft gehörter Satz bei Wohnungsbesichtigungen. Ich kann das beurteilen, ich habe ihn selbst von mir gegeben, sämtliche potentielle Nachmieter, die man einige Jahre später durch die Wohnung führte, ebenfalls. Es scheint sich um eine Weisheit zu handeln, die in ehernen Lettern ins Kollektivwissen der Menschen gemeißelt ist. Sie ist allerdings falsch.
Wir reden hier nicht von begehbaren Wandschränken, in denen man — je nach eigenen Vorlieben — Bekleidung, Lebensmittel oder Sklaven aufbewahren kann. Wir reden hier von engen Wandnischen, in denen ein paar Bretter befestigt wurden, bevor man eine Tür davorschraubte. Und das alles fest installiert.
Sicherlich, das klingt erst einmal praktisch: Der Platz, der sonst verlorenginge, wird so optimal genutzt. Nur hat die Sache einen Haken: Der Platz wird so genutzt, wie sich derjenige, der den Schrank eingebaut hat, das als optimal gedacht hat. Ob es für einen selbst passt, ist die Frage.
Die Wohnung, von der ich spreche, hatte direkt zwei Wandschränke. Der eine kleidete eine Nische aus, in die ich gerne mein eigenes Regal gebaut hätte, so eine Winkel-in-die-Wand-Brett-drauf-und-fertig-Konstruktion. Der andere befand sich im Flur, hatte jedoch zu wenig Stauraum, weswegen ein Regal vor ihn gestellt wurde, welches es unermöglichte, ihn zu öffnen. Eine einfache Nische hätte wenigstens noch als Aufbewahrungsstätte für Besen u.ä. dienen können. Aber so: vergeudeter Raum. Und das bei einem Volk ohne ebendiesen.
Ich kann jedem nur raten, in Wohnungen bar jeglicher Wandschränke zu ziehen. So wie ich jetzt, da mich diese Wandschrankgeschichte völlig fertig machte. Ich musste da raus. Also ab nach Köln-Riehl, in eine Wohnung ohne Wandschränke. Dafür natürlich mit anderen Nachteilen wie: Ruhiglage, mehr Quadratmetern, Rheinnähe, Floranähe, Zoo-Nähe. Muss man mit leben, Hauptsache, keine Wandschränke.
12.11.2012, 13:26:21, von Chris
Die Vorweihnachtszeit: Sie beginnt irgendwann im September, wenn die ersten Dominosteine, Printen und Marzipankartoffeln neben der Supermarktkasse stehen. Ein Angebot, welches man als Kunde annehmen kann, oder auch nicht. Ende Oktober eskaliert die Situation, wenn überall Werbung für Ärzte Ohne Grenzen, die Johanniter und die ganzen anderen sozialen Anliegen zu sehen ist, und sei es in der Zeitung. Ab November wird es dann richtig grässlich; dann steht die Werbung nämlich auf den Straßen und sonstigen öffentlichen Plätzen.
Ich habe nichts gegen das sogenannte Aggressive Betteln (“Haste mal ‘ne Mark?”). Da hat ein Mensch ein Anliegen, man muss nicht darauf eingehen, und gut ist. Bei den Geldsuchenden handelt es sich in der Regel um höfliche Leute, die einem ihr Anliegen ergebnisoffen antragen.
Ich bin allerdings auch der Ansicht, dass niemand zwei Personen, die sich offensichtlich intensiv miteinander unterhalten, einfach anschnorren darf, vor allem nicht mit den Worten “Habt Ihr mal Zeit!!!!?!!!”.
Oder, anders ausgedrückt: Deutsches Rotes Kreuz, Du kriegst mein Geld nicht.
11.11.2012, 18:49:43, von Chris
Es war nicht alles schlecht, an jenem 6. November 2012; am 9.11.1938 war ja auch nicht alles übel. Man konnte gemütlich mit einer Gruppe anderer DÄ-Fans vom Bahnhof zum Veranstaltungsort schlendern, dabei nettes Pointen-Tennis spielen, anschließend noch ein bis mehrere Flaschen Bier vor dem Veranstaltungsort leeren, danach gemütlich die Eintrittskarte zücken und hineingehen. Und es wurde einem im Rahmen der Körperkontrolle nicht einmal der Kugelschreiber abgenommen.
So weit, noch gut.
Dass man sich in Struktureller Gewalt aufhalten wird, war einem natürlich vorher schon klar, jedoch nicht das Ausmaß. Gewiss gibt es gute Gründe dafür, dass man den Innenraum durch einen schlauchartigen Gang betreten muss, und dass man jedes Mal die EintrittSSkarte vorzeigen muss. Gewiss gibt es auch gute Gründe dafür, dass man zwecks Pinkelei dann einen anderen Durchgang nehmen muss, um zu den Urinalen zu gelangen. Und anschließend wieder durch den schlauchartigen Gang laufen muss, nachdem die Eintrittskarte kontrolliert wird, nur um dann am Innenraum die Eintrittskarte erneut vorzeigen zu müssen. Dass man zum Rauchen in einen abgesperrten Außenbereich gehen muss, ist eine gute Sache. Und dass man eine Karte kriegt, die man beim anschließenden Wiederhineingehen vorzeigen und weggeben muss, ist gewiss richtig. Vor allem, da man eine neue (oder vielleicht sogar dieselbe?) kriegt, wenn man wieder hinausgeht. Und es gibt, gewiss, auch gute Gründe dafür, dass man die Getränkebecher an einer anderen Theke wieder einlöst als dort, wo man sie vorher erworben hat. Und sicherlich gibt es tolle Gründe dafür, dass ein Getränk fünf Euro kostet. Kein Problem für mich, Kafka habe ich ja auch schon nach den ersten Seiten ignoriert. Ach, übrigens: Wenn ich Live-Konzerte Der Ärzte auf einem Monitor sehen will, schaue ich mir das bei Youtube an; ein 20m breiter Sondermenschengraben vor der Bühne ist echt nicht nötig.
Die Linie im Innenraum, die den Rein-Raus-Weg freihalten sollte, ist gewiss auch eine gute Erfindung. Irgendwann tat mir der Mensch, der dafür zu sorgen hatte, diesen Bereich freizuhalten, so leid, dass ich meine 10-Zentimeter-drüber-Provokationen einstellte, obwohl ich es total mag, während eines Konzertes wegen so einem Scheiß von einem Ordner alle paar Minuten zurechtgewiesen zu werden. Er wird gewiss seine Gründe gehabt haben.
Es ist wohl mein Problem, wenn ich ein Publikum nicht mag. Ich habe es ja nicht so mit Volksfesten, da dort zuviel Volk anwesend ist. Und dieses Volk war ironiefrei. Bei Die Ärzte. Eine tolle Kombination.
Es fing gut an, wenn ich mich recht erinnere, mit irgendeiner B-Seite (“Wir sind die allerbesten”?), “Ich ess Blumen” — es wirkte so, als wollten sie mit ein paar Nichtganzsohits in den Abend starten. Später dann die Frage ans Publikum, ob man was Altes oder was Neues hören wolle. Ich glaube, sie mühten sich, irgendwie “ins Spiel zu kommen” (au weia, das war jetzt HOSEN-Sprache), und ein Ärzte-Konzert läuft, denke ich, anders als ein U2-Konzert, genau so, wie ein Witz etwas anderes ist als eine Gebrauchsanweisung. In der Gebrauchsanweisung steht irgendetwas schrecklich technisches, das durch den Google-Translator gejagt wurde, ein Witz muss zünden.
Tat er, jetzt mal so voll analogiemäßig gesehen, an diesem Abend nicht. Die Band war dann irgendwann lustlos und spielte Dienst nach Vorschrift. So kann ein Ärzte-Konzert nicht klappen.
Ich darf noch kurz ein Originalzitat hinterherschieben:
“Kannst du nicht woanders hingehen, wenn du unbedingt Bier trinken musst? Wir möchten hier pogen.” Das fasst das Publikum gut zusammen. So sehr, dass ich echt froh bin, dass, als “Schrei nach Liebe” zum Schluss kam, auch noch HOSEN-Musiker mitspielten. So merkt sich das Publikum vielleicht wenigstens die richtige Meinung.
31.10.2012, 16:22:32, von Chris
Der EXPRESS von heute bringt einem ja echt das Essen hoch. Siehe Photo. Eine uralte Lady Di-Geschichte als Schlagzeile, während in New York die Menschen sterben. Zynischer geht ja kaum noch. Nicht auszuhalten, sowas.
24.9.2012, 12:24:49, von Chris
Bretagne, Land der rauschenden See, der seltsamen Sprache, der Menhire. Und der Felsen, der Steilküsten, der zerklüfteten Klippen, der Dutzende Meter aufragenden Felsen.
Schon viele sind diese Felsen hinabgestürzt, nur wenige haben es überlebt. Zu letzteren gehöre ich.
Was soll ich sagen? — Es war wie immer, ein Spaziergang auf felsenreichem Trampelpfad, links Land, rechts gischtende Fluten, ein unbedachter Tritt — der Sturz. Ich fiel. Nach unten. Abwärts. “Mist, nicht so gut,” schoss es mir durch den Kopf, “dass du keine Lebensversicherung abgeschlossen hast.” — Man will ja schließlich die Hinterbliebenen gut versorgt wissen; auch ein Fehltritt sollte für etwas gut sein.
Dann schlug ich auf, auf hartem Fels, doch lebte noch. Ich schaute an mir hoch — ich lag auf den Schultern, die Beine gen Oben gestreckt –, und alles war rot. Nicht nur mein Pullover (der ist das immer), sondern auch meine Beine, rotverschmiert. Ich wischte den roten Lebenssaft ab, machte eine Geschmacksprobe und konnte beruhigt feststellen, dass ich im Laufe meines Sturzes wohl einige Brombeeren, in deren Heimatstrauch ich nun lag, in Mitleidenschaft gezogen hatte. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Oder so.
Ich versuchte vorsichtig, auch meine anderen Glieder zu bewegen, was alles in allem zu meiner Zufriedenheit funktionierte. Sorgsam rappelte ich mich auf, erst auf alle Viere, dann auf nicht alle Zweie, wagte ein bis zwei Schritte (es ging sich ganz gut) und kletterte den Meter zum Felsweg wieder hinauf.
19.8.2012, 18:32:43, von Chris
Im Zuge einer gemütlichen Rumsitzerei am vorgestrigen Abend wurde mir berichtet, dass irgendwer einem meiner Freunde erzählt hat, er habe sich neulich hochbetrunken mit mir darüber unterhalten, eine Elektro-Punk-Band zu gründen, aber “mehr so in Richtung Depeche Mode”. Derjenige möge sich bitte melden. Per Email. chris AT Domainname.
28.11.2010, 13:03:52, von Chris
Die meisten wird es wohl nicht wundern, dennoch tue ich es hiermit öffentlich kund: Ich finde Facebook doof, finde Facebook grauenhaft, will mit Facebook nichts zu tun haben.
Deswegen, nur mal so zur Info: Niemand braucht mir irgendwelche Links oder Einladungen zu schicken, auch Emails @facebook.com werden kommentarlos gelöscht.
Mir ist schon klar, dass zu dem Zeitpunkt das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen ist. Aber wenigstens muss ich mich dann nicht mehr mit dem ganzen Scheiß rumschlagen.
8.3.2010, 14:45:49, von Chris
Weil bei Youtube immer nur die Meldung
“Herr Schwers – Another Stein on the Bullenschwein”
Dieses Video bzw. diese Gruppe enthält möglicherweise Inhalte, die für einige Nutzer unangemessen sein können, und wurde daher von der YouTube-Community gemeldet.
Damit du dieses Video oder diese Gruppe anzeigen kannst, musst du bestätigen, dass du mindestens 18 Jahre alt bist, indem du dich anmeldest oder ein Konto erstellst.”
erscheint, wenn man es dort direkt beterachten will, weil man das ja keinem zumuten kann, weil aber das Verlinken von extern noch einfach so möglich ist, zeige ich auch mal ein Video. Well done, Herr Schwers!
6.2.2010, 13:45:31, von Chris
Und da hacken alle immer auf kik rum, so von wegen schlechter Bezahlung der Mitarbeiter und so. Ein Cent pro Einkauf für die Erdbebenopfer von Haiti — ich bin echt beeindruckt ob solcher Menschenfreundlichkeit. Vorbildlich. Ich hoffe, da marschieren viele mit gutem Beispiel mit.
24.11.2009, 11:09:39, von Chris
Ich hätte ja nicht gedacht, dass man diese BILD-Aufsteller auch für etwas Sinnvolles verwenden kann.

18.11.2009, 13:31:11, von Chris

Grabstein, Aufschrift: Hier ruht in Gott mein Gatte und Vater...
18.11.2009, 13:26:02, von Chris
Tja, so kann eine versteckte Preiserhöhung nach hinten losgehen. In besagtem Produkt sind zwar nach wie vor 40 Teebeutel in der Packung, dafür aber nur noch 2,25g in jedem Beutel, statt wie früher 3g. Und wissen Sie was, liebe Firma Milford? Jetzt schmeckt Ihr Tee in diesem Haushalt auch niemandem mehr. Und wird folglich auch nicht mehr gekauft. Eigentlich schade.
14.11.2009, 21:04:36, von Chris
Das ist wirklich schön. Die Niederlande wollen die Kfz-Steuer jetzt absolut gerecht und umweltfreundlichen gestalten, indem pro gefahrenem Kilometer abgerechnet wird, nicht mehr so pauschal.
Damit das alles auch klappt, hat man sich etwas tolles ausgedacht: Jedes Fahrzeug bekommt ein GPS-System, das die gefahrenen Kilometer an die Steuerbehörde funkt, welche dann entsprechend vom Konto abbucht.
Klingt gruselig, aber eigentlich kann da ja nichts schiefgehen, denn:
Informationen über den Streckenverlauf sollen aus Datenschutzgründen nicht gespeichert werden. “Uns interessiert nicht, wo Sie gewesen sind”, meint ein Regierungssprecher.
Da bin ich ja beruhigt. Warten wir mal den ersten niederländischen Kindesentführungsfall nach Einführung des Systems ab. Und danach sehen wir mal weiter, ob es wen interessiert, wo wer gewesen ist.
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