Horst Teltschik und die Meinungsschreier
Ein schönes Zitat:
Getätigt vom Organisator des Müncher Sicherheitsgeschwatzes, Horst Teltschik. Und jetzt, wo alle aufschreien, das alles fürchterbar undemokratisch finden und schrill durcheinanderquasseln, zeigt sich, dass der Mann in einem Punkt Recht hat: es wird zuviel gelabert. Vor allem öffentlich. Und zwar vor allem von Leuten, die sowieso keine Ahnung haben, wie ich hinzufügen möchte. Ich kann es auch nicht mehr hören. Das mag ja alles auf den Marktplätzen Athens schön und gut funktioniert haben, aber in einer Welt, in der man Tag und Nacht von den Medien beschrieen wird, gewiss nicht mehr.
Was ich allerdings erschreckend finde, ist das historische Unwissen, das mit diesem Zitat verbreitet wird. Um so schlimmer, wenn einer wie Teltschik, der immerhin jahrelang Berater des Kanzlers der Einheit, Dr. (der Geschichte!) Helmut Kohl, war, es verbreitet.
Denn, mal unter uns, pssst, kommense mal näher, Herr Teltschik: Es gibt durchaus auch Diktaturen, in denen man die politisch Verantwortlichen schützen muss. Selbst Reichskanzler Hitler hatte damals ein feiges Attentat seitens unserer Helden des 20. Juli zu überstehen. Und es soll auch in Diktaturen mitunter dazu kommen, dass der Pöbel seine Meinung von sich gibt. Stichwort u.a.: Prager Frühling.
Nachsitzen, Herr Teltschik, nachsitzen!
Donnerstag, Februar 8th, 2007