Archiv der ‘Chris ist doof’-Kategorie

If you’re going to San Francisco with Flowers in your Hair

Hammerhead konnten alles. Neben den Sex Pistols die einzige PUNKband, die es je gab. Vor etwa 10 Jahren erschien das weiße Album, seitdem habe ich nichts Besseres gehört: Ein Rundumschlag gegen alles und jeden, ohne dass es auch nur einen falschen trifft. Genau die richtige Musik für den Walkman, am besten vollkommen übersteuert gehört, wenn man durch die Straßen geht, genau der richtige Kommentar zu allem.

Mittlerweile habe auch ich einen MP3-Player, muss sagen, dass das Teil für Punkrock nicht geeignet ist (MP3s klingen einfach nicht DRECKIG), aber praktisch. Man hat es in allen Lebenslagen dabei, wiegt ja nix, nimmt ja keinen Platz weg.
Vorhin kam ich vom Bierholen. Nach 20 Uhr. Und als alter Sparfuchs geht unsereins in solchen Situationen ja zu Rewe, weil die bis 22 Uhr geöffnet haben, und es dort doch preisgünstiger ist als am Kiosk. Viertelstunde hin, Viertelstunde zurück. Mehr als genug Zeit, Musik zu hören.
Tat ich dann auch. Hammerhead. Und sang mit. Ausgerechnet Fetzen wie “wer zwei gesunde Hände hat soll mir die Schnauze einhauen”, wovon das “Schnauze einhauen” wohl so laut war, dass sich der Herr vor mir umdrehte. Böse dreinschauend.
Ziemliche Kante. Hört bestimmt harte Rockmusik. Und ist mit Sicherheit stärker als ich.
Gut, das sind so ziemlich alle, und auch, wenn ich an dieser Stelle Legenden zerstrümmere, so sei doch gesagt: Nein, meine kompakte Gestalt besteht nicht aus Muskelmasse! Ich bin gar nicht so stark, wie ich dick bin.
Insofern dachte ich mir nur: Scheiße.

Um es kurz zu machen: Wir konnten alles klären. Dass ich mitgesungen hatte. MP3-Player, Kopfhörer und so. Hammerhead. Kannte er zwar nicht, aber Punk sagte ihm was. Nach etwa fünf Minuten Diskussion war dann klar, dass ich ihm nicht die Schnauze einhauen wolle (und er mir nicht die Schnauze einhauen solle), und wir gingen unserer Wege.

Ich befürchte, jetzt muss ich meine Hammerhead-Platten abgeben, denn prügeln hätte ich mich eigentlich mindestens müssen. Ich höre ab sofort nur noch Flower-Power-Rock.

Dienstag, Februar 13th, 2007

Performancing: So langsam werde ich süchtig

“Geiles Teil!” würde mein ehemaliger Fahrlehrer jetzt sagen.

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Blutige Wunden am Karfreitag

Was Jesus kann, kann ich schon lange, dachte ich mir, und wenn der olle Angeber sich einst ans Kreuz piercen ließ, kann ich das an diesem schönen Karfreitag allemal toppen. Gedacht – getan, und es tatsächlich geschafft, mich mit einem Topfreiniger an drei Fingern gleichzeitig bis aufs Blut zu verletzen. Oder war das Gottes gerechte Strafe dafür, dass ich an diesem stillen Feiertag mutwillig Hausarbeit gemacht habe?

Freitag, April 14th, 2006

Plastic Bomb #54 ist draußen…

…und ich habe nur den Kopf geschüttelt, als ich die vielen Rechtschreibungs- und sonstigen Fehler in meiner Kolumne gesehen habe. Meine Güte, das sollte echt nicht wieder vorkommen.

Samstag, Februar 25th, 2006

Casanovas Schwule Seite – fällt immer noch aus

Folgendes fand sich dazu bei Plastic Bomb.de.

Auf die DVD bin ich echt mal gespannt.

Dienstag, Februar 21st, 2006

Coverabend 2006

Mittlerweile ist es amtlich, und wer sehen will, wie ich mal wieder komplett den Affen gebe, den wird es freuen: Kraft durch Freud, ein extra zum Anlass gegründetes “Projekt” eines Mitstreiters und mir, werden auf dem Coverabend im Engelshof Köln-Porz auftreten. Wir haben ein Casio-Keyboard, wir haben Krachmachsachen, wir haben drei Songs und vor allem Ahnung davon, was wir tun: nämlich uns komplett lächerlich. Jedenfalls kommt da Großes auf Euch zu, wenngleich auch nur drei Songs lang.
18.2.2006, abends, Engelshof Köln-Porz. Wir “musizieren” so gegen 23 Uhr.

Donnerstag, Februar 16th, 2006

Und wo ich gerade dabei bin, meine Intelligenz abzufeiern,

darf natürlich auch der hier nicht fehlen: Lebenshilfe Peperoni. (ist ein externer Link zu pogoradio.de, aber das merkt Ihr Schlaumeier gewiss) [und dass er mittlerweile nicht mehr funktioniert, merkt Ihr gewiss ebenfalls]

Sonntag, Dezember 25th, 2005

Christfest, Käse, ganz viel Blut

Ich weiß, dass es nicht besonders originell ist, an Heiligabend Raclette zu essen. Das tun viele, deswegen tut man sich als Hipster schwer damit, vor allem, wenn man die Käsefresserei nicht ironisch gebrochen, sondern ernsthaft betreiben will. Das nur als Entschuldigung, wie gewöhnlich unsereins sein kann, vorweg.
Jedenfalls bedeutet Raclette viel Schnippelei, und durch den größten Teil davon hatte ich mich bereits durchgearbeitet: Das Gemüse war kleingekriegt. Nur der Käseblock musste noch in Scheiben zerteilt werden. Ich machte mich an die Arbeit, kam auch gut voran, bis das Ding irgendwann abrutschte und mir die Fingerkuppe durchtrennte und ich begann, die gesamte Bude vollzubluten.
Ich blutete wie eine abgestochene Sau, selbst die Behandlung mittels eines Pflasters erbrachte keinerlei zufriedenstellendes Ergebnis – es wurde geradezu hinweggeschwemmt. Also Verband drum, danach ging es.
Nur das Schneiden nicht mehr, weswegen andere Leute die restliche Arbeit machen durften und nicht ich sie machen musste. Ganz schön clever von mir.

Sonntag, Dezember 25th, 2005