…zumindest in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Denn dafür kriegt man – es sei denn, man stellt sich ganz dumm an und/oder ist so’n Wohltätigkeitstuer – in der Regel Geld, und Geld ist bekanntlich die wichtigste Nebensache der Welt, weil man sich damit schöne Dinge kaufen kann: Schallplatten, Urlaube, Alkohol, schöne Frauen, Freunde. Insofern macht Arbeit, auch wenn sie einen fesselt, frei.
Ich bin es gewohnt, es leicht zu haben bei der Jobsuche, die war bisher jedenfalls immer leicht: das eine Mal schrieb ich eine Postkarte und erhielt eine Woche später einen Anruf, das andere Mal war ich immerhin bei der Jobvermittlung des Arbeitsamtes gewesen, als, gerade als ich mir überlegte, ob ich nicht eine Bewerbung schreiben soll, eine Freundin anrief und fragte, ob ich nicht bei jenem renommierten Kleinanzeigenblatt, bei welchem auch sie arbeitete, Anzeigen tippen wolle.
Arbeit zu finden ist also leicht, und eventuell hat ja irgendwer da draußen was für mich. Ich bin da gar nicht anspruchsvoll: Wenig Aufwand (für mich), viel Geld (auch für mich), großzügige Urlaubsregelung (erst recht für mich).
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