“Du kannst nicht aus Porz wegziehen – du bist Chris Scholz!”
bekam unsereins zu hören, als er verkündete, der rechten Rheinseite den Rücken zu kehren und mal eben mit Sack, Pack, Kind und Kegel nach Köln-Ehrenfeld zu ziehen. Gut, offiziell schreibe ich diese Zeilen in Bickendorf, aber ich bin ja der Ansicht, dass alles, was noch innerhalb Ã?ußere Kanalstraße liegt, Ehrenfeld ist.
Jedenfalls sind es jetzt nur noch ein paar hundert Meter bis zum Sonic Ballroom und die ewige Rumgurkerei nach irgendwelchen Konzerten hat ein Ende. Vermissen werde ich es natürlich, bei Minusgraden am Neumarkt ewig lang auf die Anschlussbahn zu warten, genau so, wie ich die überschäumende Freundlichkeit Porzer Ladenhüter vermissen werde, die – bis auf wenige Ausnahmen – als Reaktion auf die Aussicht, Kunden wie unsereins bedienen zu müssen, den Alltag versüßten.
Irritieren wird mich hingegen auch weiterhin, dass selbst nach Geschäftsschluss noch Menschen auf der Straße sind, irritieren wird es mich ebenfalls, dass man nur wenige Schritte gehen muss, um lecker zu essen, irritieren wird mich so einiges.
Willkommen in der Großstadt.