Archive für Mai, 2006

Deutschland, Deutschland in die Tonne

Es kotzt sich momentan ganz gut in Deutschland, weil dank sogenannten gesunden Nationalstolzes endlich wieder deutsche Fahnen wehen, und zwar überall. Alles gibt’s in Schwarz-Rot-Gold, von Luftschlangen über einen Grill bis hin zu Was-weiß-ich-was, dem FIFA Worldcrap 2006 sei dank, überall, wo so ein Fähnchen überflüssig ist, wird es auch prompt hingehängt/-klebt/-stellt, Vollidioten hängen sich den Mist gar aus den Fenstern.
Doch dankeswerterweise gibt es auch noch vernünftige Leute, die wissen, wo Deutschlandfahnen hingehören, zum Beispiel die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln. Die haben nämlich ihren gesamten Fuhrpark, also sämtliche Müllwagen, Kehrwagen usw., mit Deutschland-Fähnchen geschmückt.
Und genau da gehören sie auch hin: in den Müll.
Schön, dass das auch noch andere so sehen.

Dienstag, Mai 30th, 2006

Nur so

Damit hier überhaupt mal wieder was steht.

Sonntag, Mai 28th, 2006

Fundzstück

An einer Telefonzelle in der Kölner Südstadt klebte vorhin ein Zettel mit folgendem Text drauf (Name, Telefonnummern, Adresse von mir geändert):

Hallo
Ich bin Lisa S., 15 Jahre, blonde lange Haare, blaue Augen, Körbschien Große D, und suche männlich bis 17 Jahre. Werde mich auf euch freuen.
Handy: xxxx/xxxxxxxx
Home: xxxx/xxxxxxxx
bitte melden
Wohnort: XXXXXXstr. xx
P.S. Ich mag’s gern hart

Ich habe ihn mal abgerissen. Sollte er wirklich von genannter Person verfasst und ernst gemeint gewesen sein, bitte ich, meinen Anfall von Vandalismus zu entschuldigen. Einfach neuen Zettel aufhängen und viel Spaß beim Ficken.

Mittwoch, Mai 10th, 2006

Doofer Spam

Darauf, dass es unverschämt ist, technisch schlechten Spam zu verschicken, habe ich ja bereits hingewiesen. Hinzufügen möchte ich noch diese inhaltlich unter aller Sau-ene Mail von gerade eben:

Unter dem Betreff “Volksbanken Raiffeisenbanken informiert Sie Sun, 07 May 2006 19:43:39 -0800″ findet sich folgender Text:

Mrs R. clown bamberger Never.

Mr Rancho Grande was ostentatiously not looking at Annie, whose teeth were
bared. Yes, it may be as long as three days before you are able to sit up again.
Annie? . “More faint alarm bells. “Well»she said, not looking at him, only at
the wall, “after that I hardly saw the movie. The cop currently unfolding
himself from behind the cruiser’s wheel was about forty, with shoulders
seemingly as wide as a barnbeam. cutworm

Natürlich war noch ein Link, den man sofort anklicken sollte (und der einfach auf eine IP-Adresse verwies), dabei; aber den braucht’s an dieser Stelle nun wirklich nicht.
Frage an den unbekannten Spammer: Ist auf den Scheiß wirklich jemand reingefallen oder testet da nur jemand ein neues Programm?

Sonntag, Mai 7th, 2006

Das Kleine Rote Sexshopauto

Aus der Rubrik “Wiederverwertung”:
Auf nicht geäußerten Wunsch hin endlich wieder online: Das Kleine Rote Sexshop-Auto besucht die Alhambra.

Sonntag, Mai 7th, 2006

Dumme Warnschilder

An der Kreuzung am Aachener Weiher, das ist dort, wo man im Sommer vor grillenden Studenten nicht treten kann, kurz vor dieser Kreuzung steht ein Schild in dreifacher Ausführung, auf dem steht: “Hier sind schon 25 Radfahrer verunglückt”.
Danke für diese wertvolle Information.
Gestern ging ich auf meinem Fußweg quer durch Köln an jenem Schild vorbei.
Auf dem Radweg kam mir ein Radfahrer entgegen. Im Fahren las er das Schild, achtete nicht weiter auf seine weitere Fahrtroute – und fuhr gegen die Saturn-Werbung fünf Meter weiter.
Die Tage gehe ich mal dort vorbei und schaue, ob das Schild mittlerweile auf “Hier sind schon 26 Radfahrer verunglückt” upgedatet wurde.

P.S.: So etwas gibt zu denken, vor allem stellt sich ja die Frage, ob an jener Stelle nicht ursprünglich ein Schild mit der Aufschrift “Hier sind noch keine Radfahrer verunglückt” stand, das Ganze also als teuflische Radfahrerfalle dient.

Sonntag, Mai 7th, 2006

Studentenpack soll erstmal arbeiten gehen und sich waschen

Harte Auseinandersetzungen, Bürgerkriegsatmosphäre an der Kölner Universität., weil das Pack keine Studiengebühren zahlen will. Nachdem sie jahrelang immer nur gestreikt haben – wobei mir bis heute niemand erklären konnte, wie man streiken kann, wenn man nicht mal arbeiten geht -, haben die Studies nun das Rektorat der Kölner Uni besetzt, ohne dass unsereins viel davon mitbekommen hätte.
Abends machten wir einen “kleinen” Spaziergang von Poll nach Ehrenfeld, und kamen in dessen Verlauf auch über die Uniwiesen, als wir Musik hörten, die nach Punkrock klang. Was mochte das sein?
Wir gingen den Geräuschen nach, bis zum Albertus-Magnus-Platz, wo tatsächlich eine – nunja: – Punkband spielte. Im lauen Frühlingsabend kauerte allerlei Studie-Pack auf dem Boden herum, einige Leute übten sich gar im Pogo, was allerdings völlig danebenging: “Ausdruckstanz” ist wohl das treffendere Wort. Vor allem ein Subjekt, das in Shorts, mit freiem Oberkörper und Kiffermähne aussah wie frisch einer Höhle am Strand von Caños de Meca entsprungen, sorgte für einen im Sarg rotierenden Sid. Ekelhaftes Hippiegesocks.
Die Band spielte irgendeine Mischung aus Punk und Hardcore, mir gefiel es nicht, aber es war vollkommen okay, bis einer der Musikanten einen Ansage machte: “Ja, feiert Euch ruhig mal selbst!” und mit diesen Worten auch tatsächlich Leute anfingen, zu applaudieren. “Lauter!” sagte er noch, und wir machten uns vom Acker.

Noch ein Wort an unsere lieben Studierenden: Ich verstehe ja, dass es schade ist, dass man Studiengebühren zahlen soll. Ist echt gemein denjenigen gegenüber, die sowieso schon kein Geld haben. Unsozial, aber echt.
Allerdings trifft das, wenn ich mir die Lage mal so anschaue, auf, wenn’s hochkommt, etwa 2% von Euch armen Bettelstudenten zu, anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, warum Ihr mehr Geld für viel zu kleinen Studentenwohnheimzimmer zahlt, als unsereins für eine großzügige 60qm-Wohnung. Ach richtig, weil’s direkt an der Uni ist, schon klar, zweimal fallen, und man ist im Hörsaal. Und vor allem im Belgischen Viertel, wo man so richtig feiern kann. Wie kommt es eigentlich, dass dort zu jeder Tag- und Nachtzeit die Bistros/Restaurants/Kneipen vollbesetzt mit Studie-Pack sind? Wie, bitteschön, könnt Ihr Euch das leisten? Wie wäre es mal damit, sich einfach ein wesentlich günstigeres Bier am Kiosk oder direkt im Supermarkt zu kaufen und sich einfach an die Straße zu stellen?
Ach ja, ist nicht so schick. Studieren ist ja mehr als Lernen. Schon klar. Geht sterben.

Donnerstag, Mai 4th, 2006

Plastic Bomb

Nur, um mal falsche Erwartungen direkt kaputtzumachen: Im kommenden Plastic Bomb (erscheint Anfang Juni) wird diesmal KEIN Artikel von mir zu finden sein, weil ich einfach andere Dinge zu tun hatte, was man eventuell auch daran sieht, wie sorgfältig und ausführlich dieses Weblog in der letzten Zeit gefüllt wurde.

Dienstag, Mai 2nd, 2006