Archive für Februar, 2007

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Dienstag, Februar 13th, 2007

Arbeit macht frei

…zumindest in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Denn dafür kriegt man – es sei denn, man stellt sich ganz dumm an und/oder ist so’n Wohltätigkeitstuer – in der Regel Geld, und Geld ist bekanntlich die wichtigste Nebensache der Welt, weil man sich damit schöne Dinge kaufen kann: Schallplatten, Urlaube, Alkohol, schöne Frauen, Freunde. Insofern macht Arbeit, auch wenn sie einen fesselt, frei.
Ich bin es gewohnt, es leicht zu haben bei der Jobsuche, die war bisher jedenfalls immer leicht: das eine Mal schrieb ich eine Postkarte und erhielt eine Woche später einen Anruf, das andere Mal war ich immerhin bei der Jobvermittlung des Arbeitsamtes gewesen, als, gerade als ich mir überlegte, ob ich nicht eine Bewerbung schreiben soll, eine Freundin anrief und fragte, ob ich nicht bei jenem renommierten Kleinanzeigenblatt, bei welchem auch sie arbeitete, Anzeigen tippen wolle.
Arbeit zu finden ist also leicht, und eventuell hat ja irgendwer da draußen was für mich. Ich bin da gar nicht anspruchsvoll: Wenig Aufwand (für mich), viel Geld (auch für mich), großzügige Urlaubsregelung (erst recht für mich).
Arbeitsangebote können über das Kontaktformular eingereicht werden.

Dienstag, Februar 13th, 2007

If you’re going to San Francisco with Flowers in your Hair

Hammerhead konnten alles. Neben den Sex Pistols die einzige PUNKband, die es je gab. Vor etwa 10 Jahren erschien das weiße Album, seitdem habe ich nichts Besseres gehört: Ein Rundumschlag gegen alles und jeden, ohne dass es auch nur einen falschen trifft. Genau die richtige Musik für den Walkman, am besten vollkommen übersteuert gehört, wenn man durch die Straßen geht, genau der richtige Kommentar zu allem.

Mittlerweile habe auch ich einen MP3-Player, muss sagen, dass das Teil für Punkrock nicht geeignet ist (MP3s klingen einfach nicht DRECKIG), aber praktisch. Man hat es in allen Lebenslagen dabei, wiegt ja nix, nimmt ja keinen Platz weg.
Vorhin kam ich vom Bierholen. Nach 20 Uhr. Und als alter Sparfuchs geht unsereins in solchen Situationen ja zu Rewe, weil die bis 22 Uhr geöffnet haben, und es dort doch preisgünstiger ist als am Kiosk. Viertelstunde hin, Viertelstunde zurück. Mehr als genug Zeit, Musik zu hören.
Tat ich dann auch. Hammerhead. Und sang mit. Ausgerechnet Fetzen wie “wer zwei gesunde Hände hat soll mir die Schnauze einhauen”, wovon das “Schnauze einhauen” wohl so laut war, dass sich der Herr vor mir umdrehte. Böse dreinschauend.
Ziemliche Kante. Hört bestimmt harte Rockmusik. Und ist mit Sicherheit stärker als ich.
Gut, das sind so ziemlich alle, und auch, wenn ich an dieser Stelle Legenden zerstrümmere, so sei doch gesagt: Nein, meine kompakte Gestalt besteht nicht aus Muskelmasse! Ich bin gar nicht so stark, wie ich dick bin.
Insofern dachte ich mir nur: Scheiße.

Um es kurz zu machen: Wir konnten alles klären. Dass ich mitgesungen hatte. MP3-Player, Kopfhörer und so. Hammerhead. Kannte er zwar nicht, aber Punk sagte ihm was. Nach etwa fünf Minuten Diskussion war dann klar, dass ich ihm nicht die Schnauze einhauen wolle (und er mir nicht die Schnauze einhauen solle), und wir gingen unserer Wege.

Ich befürchte, jetzt muss ich meine Hammerhead-Platten abgeben, denn prügeln hätte ich mich eigentlich mindestens müssen. Ich höre ab sofort nur noch Flower-Power-Rock.

Dienstag, Februar 13th, 2007

Gutes Deutsch im Terminal

Ich hatte einst einen Deutschlehrer namens Herr Veltins (Name von der Redaktion geändert; der Mann ist übrigens vor wenigen Jahren verstorben), einen Pädagogen eher alter Schule, bei dem ich in der 5. bis 7. Klasse Gymnasium wenigstens vernünftigen Deutsch-Unterricht bekam: Es wurde Grammatik gepaukt, Gedichte wurden auswendig gelernt, es wurde Lektüre à la “Pole Poppenspäler” gelesen.
Eher klassisch das alles, insofern war es auch eine ziemliche Ernüchterung, in der 8. Klasse, bei einer anderen pädagogischen Kraft, plötzlich Jugendliteratur wie “Rolltreppe abwärts” (die Gesellschaft ist schuld, dass ich so bin) lesen zu müssen oder als junger Mensch so lange Schuldgefühle dass man Deutscher ist eingetrichtert zu bekommen, bis ich kurz davor stand Neonazi zu werden.
Gut, das ist eine andere Geschichte, die hiermit nichts zu tun hat. Interessiert gewiss auch niemanden.

Zurück in die Unterstufe:
Bei Herrn Veltins also lernten wir Deutsch; Satzbau, Deklination, Konjugation. Für letztere bemühte Herr Veltins stets das Verb “zerstören”:
ich zerstöre
du zerstörst
er/sie/es zerstört
wir zerstören
ihr zerstört
sie zerstören

Und jetzt im Passiv:
ich werde zerstört
du wirst zerstört

Und so weiter, bis hin zum 2. Futur:
ich werde zerstört haben
du wirst zerstört haben
er/sie/es wird zerstört haben

Und auch das im Passiv:
ich werde zerstört worden sein
du wirst zerstört worden sein
er/sie/es wird zerstört worden sein…

Daran musste ich eben denken, als ich per apt-get ein Programm deinstallieren wollte. Worauf mir das Terminal antwortete:

Nach dem Auspacken werden 3244kB Plattenplatz freigegeben worden sein.

Da sage noch jemand, die deutsche Sprache gehe vor die Hunde.

Sonntag, Februar 11th, 2007

Töpfchentraining ist kein Wettkampf!

Faszinierend, was es nicht alles an Technik für die Erziehung der heutigen Jugend gibt, alleine schon, was den Kackdrill angeht.

Musikspaß-Töpfchen

So bietet die Firma Fisher Price jetzt das grandiose “Musikspaß Lerntöpfchen”, auf dass der Nachwuchs auch (alles) richtig mache.
Ein nützlich’ Ding, wie der Beschreibung zu entnehmen ist:

Von diesem Musikspaß Lerntöpfchen werden Sie begeistert sein, denn es belohnt Ihr Kind sofort mit einer eingebauten Fanfare, wenn es erfolgreich war! Es ist ideal zum Gewöhnen an eine richtige Toilette. Die Fanfare erklingt auch auf einem normalen Toilettensitz. Der eingebaute Sensor erkennt, wann Ihr Kind belohnt werden muss.

Oh ja, da werden wir alle begeistert sein, denn der Sensor erkennt, wann unser Kind belohnt werden muss. Da braucht man quasi gar nicht mehr dabei sein, wenn das Kind lernt, das Restessen zu entsorgen.

Samstag, Februar 10th, 2007

Schöne Pöbelei: “Von Dir lasse ich mir nicht mal einen blasen.”
Notiz an mich: Testen!

Samstag, Februar 10th, 2007

Neues Theme, neues Glück

Ich bastle mir jetzt mal mein eigenes WordPress-Theme. Da ich eine faule Sau bin, sehe ich es selbstredend keineswegs ein, lokal einen Webserver zu installieren, heimisch alles auszuprobieren und es erst hochzuladen, wenn alles nach meinem Gusto ist.
Nein, das wäre
a) zuviel Arbeit und
b) feige.
Ich arbeite einfach mal am offenen Patienten, damit die Leserschaft auch was zu lachen hat.
Also wundere sich bitte niemand, wenn es hier die nächste Zeit ein wenig seltsam aussieht.

Freitag, Februar 9th, 2007

Spam. Seufz.

Ich habe nichts gegen Spam. Die Leute müssen ja von irgendwas leben. Auch finde ich den folgenden Ansatz ziemlich clever: “Videos”, “Intimsalon”, dazu noch der Name eines großen Versandhauses, den ich hier mal weggelöscht habe, im Prinzip geht die Spammail so:

Sehr geehrter Kunde!
Wir bedanken Sie fur Ihren Einkauf der Videosammlung in unserem Intimsalon. 399 euro auf Ihrer Kreditkarte wurden abgebucht. Die Quittung ist in der Anlage beigefugt. Der Artikel wird innerhalb 12 Stunden an Ihrer Adresse geliefert werden.
Wir hoffen, dass Sie viel Spass bei dem Fernsehen haben! Wir wunschen Ihnen frohe Feiertage!
P.S. Wenn Sie ein Rabatt haben mochten, bewahren Sie, bitte, die Quittung.
MfG,
Handelabteilung
der Intimsalon

Es scheitert nur – wie üblich – am miserablen Deutsch. Ich frage mich ja sowieso, wie analphabetisch Deutschland sein muss, um überhaupt auf 08/15-Spam reinzufallen. Und es scheitert daran, dass der versprochene Anhang (die “Anlage”) nicht mal beigefügt ist.
Wie schon mehrfach gesagt: Wenn schon Spam, dann bitte richtig. Das ist völlig unprofessionell, ich kann so nicht arbeiten.

Freitag, Februar 9th, 2007

Datumsprobleme

Weiß eigentlich jemand, warum es hier seit dem Update auf WordPress 2.1 Datumsprobleme gibt? Beim Editieren zeigt mir die Software immer das richtige Datum an; beim Publizieren aber bekomme ich mal den 12. Februar oder auch den 0. Februar.

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Horst Teltschik und die Meinungsschreier

Ein schönes Zitat:

“Es ist die Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch Verantwortliche in einer Demokratie schützen muss. In Diktaturen würde so etwas nicht passieren.â??â??

Getätigt vom Organisator des Müncher Sicherheitsgeschwatzes, Horst Teltschik. Und jetzt, wo alle aufschreien, das alles fürchterbar undemokratisch finden und schrill durcheinanderquasseln, zeigt sich, dass der Mann in einem Punkt Recht hat: es wird zuviel gelabert. Vor allem öffentlich. Und zwar vor allem von Leuten, die sowieso keine Ahnung haben, wie ich hinzufügen möchte. Ich kann es auch nicht mehr hören. Das mag ja alles auf den Marktplätzen Athens schön und gut funktioniert haben, aber in einer Welt, in der man Tag und Nacht von den Medien beschrieen wird, gewiss nicht mehr.

Was ich allerdings erschreckend finde, ist das historische Unwissen, das mit diesem Zitat verbreitet wird. Um so schlimmer, wenn einer wie Teltschik, der immerhin jahrelang Berater des Kanzlers der Einheit, Dr. (der Geschichte!) Helmut Kohl, war, es verbreitet.
Denn, mal unter uns, pssst, kommense mal näher, Herr Teltschik: Es gibt durchaus auch Diktaturen, in denen man die politisch Verantwortlichen schützen muss. Selbst Reichskanzler Hitler hatte damals ein feiges Attentat seitens unserer Helden des 20. Juli zu überstehen. Und es soll auch in Diktaturen mitunter dazu kommen, dass der Pöbel seine Meinung von sich gibt. Stichwort u.a.: Prager Frühling.
Nachsitzen, Herr Teltschik, nachsitzen!

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Vor allem geil ist

…dass da immer “0. Februar” eingesetzt wird. Dies hier schreibe ich von der normalen WordPress-Oberfläche aus. Mal schauen, wie es dann aussieht mit dem Kalenderblatt.

Donnerstag, Februar 8th, 2007

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Jetzt müsste man nur noch etwas mitzuteilen haben, dann wäre es perfekt.

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Performancing: So langsam werde ich süchtig

“Geiles Teil!” würde mein ehemaliger Fahrlehrer jetzt sagen.

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Test-Ergebnis: Performancing

Klappt!

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Test: Performancing

…ist eine Firefox-Erweiterung, mit der man direkt ins eigene Weblog posten kann. Angeblich zumindest. Behaupten die. Aber ich bin da skeptisch.
Gut, man kann sich unten sein Editorfenster aufziehen, und das sieht ja auch fein aus und so, auch kann man man per Rechtsklick und “Blog this Page” direkt den Link

.: Nonstop Nonsens präsentiert :: Palim Palim – The Game :.

ins Posting einfügen. – Als würde ich das glauben, immerhin grenzt das fast schon an Magie.
Wie gesagt: Ich glaube gar nichts, bis ich es sehe. Sollte dieses Posting online sein, werde ich überzeugt worden sein.

P.S. zum Link: Flash7 nötig. Die arme Kuh Elsa.

Donnerstag, Februar 8th, 2007