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Montag, Mai 26th, 2008
Auch auf ihrem neuen Werk vertonen Die Superfreunde die Einsam- und Trostlosigkeit des Emslandes, setzen einer immer komplexer werdenden Welt Einfaches, Bewährtes entgegen, besinnen sich auf traditionelle Werte wie beispielsweise Suff und Frauenfeindlichkeit. Gut, steile Thesen wie “Man findet keine Freunde mit Salat” laden zum Diskurs, doch sollte man diesen Teilaspekt des Schaffens der Band nicht überbewerten, denn im Grunde ist das zentrale Thema dieses Werkes die Neupositionierung des Mannes in einer Gesellschaft, die zunehmend kein Geschlecht, sondern nur noch Gender kennt. Der Titel “Apfel Birne” deutet es schon an: Da stehen zwei Dinge ganz nah beieinander, die man, so die landläufige Meinung, nicht vergleichen sollte. Doch Die Superfreunde stellen einen Sinnzusammenhang her, überlassen es aber der Hörerschaft, sich eigene Gedanken zu machen. Ein Symbol für die Emanzipation? Oder doch nur für die Herkunft der Band aus dem bäurischen Milieu? (Verstehe mich keiner falsch – bis 4 zählen können sie ausgezeichnet.) Ähnlich die Musik: Bewusst minimal gehalten, fast schon Deutschpunk, doch ohne den Perfektionismus, der weite Teile des Genres auszeichnet. Gesungen wird, wie andere kotzen. Am besten, man macht sich selbst ein Bild. Ist zwar ein altes Stück, zeigt aber schon alles, was die Band auch heute noch auszeichnet. Wer danach immer noch nicht zugreift, soll ruhig sterben. (erschienen im Plastic Bomb #63)
Technorati-Tags: Superfreunde, Punk, Emanzipation
Montag, Mai 26th, 2008
Energie ist nicht nur mc2, sondern auch böse. Kernkraft sowieso, Kohle ist schlecht fürs Klima und Gas kommt aus Russland, steht also per se auf der falschen Seite, da mögen die Scorpions den Eisernen Vorhang noch so sehr umgepfiffen haben. Biosprit hat mittlerweile auch keinen guten Ruf mehr, weil seinetwegen die Brötchenpreise steigen, und die Windkraft kann man auch vergessen, weil diese doofen Windräder auf den Geist gehen. Ich weiß, wovon ich schreibe: Ich musste das Gequietsche einst tagelang auf einem wunderbaren Campingplatz in der Bretagne — dessen genaue Position ich natürlich keinesfalls preisgeben werde — ertragen.
Bliebe Solarstrom. Hat, zumindest bisher, einen guten Ruf. Doch seitdem ich folgendes gesehen habe, ist auch der bei mir unten durch:
Parkautomaten, mit denen macht die Photovoltaik also gemeinsame Sache. Da kann man ja gleich auf Kuschelkurs mit Iran oder Israel oder Andorra oder sonstwem gehen. Ab sofort heize ich wieder mit Atomstrom.
Technorati-Tags: Solarstrom, Energiesicherheit
Montag, Mai 26th, 2008
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