Unprofessioneller Spam


Ich bin ein toleranter Mensch und habe durchaus Verständnis dafür, dass die Menschen in neoliberalen Zeiten wie diesen irgendetwas tun müssen, um sich am kacken zu halten. Geld ist die wichtigste Nebensache der Welt, weil man sich davon die meisten Hauptsachen der Welt – u.a. Alkohol, Konzerte, Schallplatten – kaufen kann.
Meinetwegen sollen die Leute Spammer werden, andere werden ja auch Soldaten oder Polizisten, manche flüchten der Armut gar durch Annahme eines Bundestagsmandates.
Was mich jedoch stört, ist, wenn diese Leute ihren Job dann nicht mal vernünftig machen. Von einem Briefträger erwarte ich, dass er die Post zuverlässig zustellt, von einem Polizisten, dass er kleine Punker verhaut, von einem Politiker, dass der Müll redet. Und von einem Spammer erwarte ich halt technisch hochwertige Spam-Mails, die mir Viagra, Penisenlargement und ähnliche Dinge, die ich im Gegensatz zu so manchem Mann selbstverständlich nicht ansatzweise nötig habe, anbietet.
Aber sowas: Spam-Mails, in denen nicht mal die Variablen für Absender-Name und Empfänger richtig eingesetzt wird, sondern in denen einfach nur der entsprechende Hash angezeigt wird – also, das geht nun wirklich nicht.
Also, bitte: Demnächst ein wenig mehr Sorgfalt beim Skripten, wenn ich bitten darf. Danke.

4 Antworten zu “Unprofessioneller Spam”

  1. Dennis Schwalb Online » Weise Worte Says:

    [...] Das eigentliche Problem mit Spam-Mails, jetzt auf Unbestimmtheitsrelation.de! [...]

  2. bodo Says:

    Echt gut gesagt!

    Besonders (un)lustig war das dann, als ich diese mail ~30 mal bekommen hab, weil ich für meine mailadresse nen catchall angelegt hatte…

  3. unbekannt Says:

    Hello! Good Site! Thank you!

  4. Chris Says:

    Da kam doch irgendwann der Kommentar eine Etage drüber an. Ich habe mal sämtliche Angaben geändert, die Rechtschreibfehler entfernt und freigeschaltet. Scheint ja ein super Typ zu sein.