Ich gehöre nicht zur Deutschen Schicksalsgemeinschaft

Ich habe es ja schon lange geahnt, und ein Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Montag brachte endlich Gewissheit: Ich gehöre nicht zur Deutschen Schicksalsgemeinschaft.
Wie ich darauf komme? Nun, in besagter FAZ erschien ein Interview mit den beiden Bundestagsabgeordneten Philipp Mißfelder (CDU) und Omid Nouripour (Grüne), das es hier auch online zu lesen gibt.
Herrn Mißfelder kennen wir alle: Das ist der, der einst forderte, dass an Alte keine künstlichen Hüftgelenke ausgegeben werden. Herr Nouripour, aus dessen Namen sich ja schon ablesen lässt, dass er kein Blutsdeutscher ist, hat sich irgendwann einbürgern lassen.

Frage: Herr Mißfelder, gehört Herr Nouripour in Ihren Augen zur deutschen Schicksalsgemeinschaft?
Mißfelder: Ja, weil er Mitglied des Deutschen Bundestages ist. Jeder, der demokratisch gewählt wurde, ist Teil dieser Gemeinschaft, die selbst einem Wandel unterlegen ist.

Frage: Und ohne solches Mandat?
Mißfelder: Dabei kommt es darauf an, ob derjenige sich selbst dazu zählt oder nicht. Da reicht die deutsche Staatsbürgerschaft allein nicht aus. Es gibt auch Leute, die sich nicht mit dieser Gemeinschaft identifizieren wollen.

Bingo! Wenn ich mich nicht mit “dieser Gemeinschaft” identifizieren will, gehöre ich auch nicht zur Schicksalsgemeinschaft dazu. Da bin ich echt beruhigt.

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