Bauernsterben

Als ich früher mit Papa zum Einkaufen zum Markt fuhr, Anfang der 80er Jahre, waren sie schon alt, die beiden Brüder Broicher aus Porz-Zündorf. Mindestens achtzig. Wenn man der Einschätzung des Ichs, das damals noch zur Grundschule ging, folgen mag. Sie waren Bauern. Menschen mit großen Händen, Schlapphüten und wetterfester Kleidung, die auf dem Markt ihre Erzeugnisse verkauften. Ging man über die Felder im Süden von Porz spazieren, sah man sie manchmal, wie sie säten oder ernteten.

Auch später, als unsereins erwachsen war, standen sie immer noch auf den Märkten (jetzt kaufte man in Ehrenfeld bei ihnen) und waren immer noch mindestens achtzig Jahre alt. Begeistert wurde man bedient, wenn man als junger Mensch eine Steckrübe erstand, und wenn man Kartoffeln kaufte (die guten, buckligen), gab es immer den Rat dazu, nach dem Abkippen des Kochwassers noch drei bis fünfmal abzudampfen.

Der eine der Brüder verstarb vor einigen Jahren, hochbetagt. Der andere kurz nach Weihnachten 2023. Da war er 91, wenn man der Anzeige in der Zeitung glauben mag. Wenige Wochen vorher hatte ich ihn noch an seinem Marktstand sitzen sehen, diesmal in Buchforst.

Erzähle so jemandem mal was von der Rente mit 67. Und verstehe einer die Bauern.

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