Nashville, Tennessee als „City of Music“ zu bezeichnen, ist sicherlich nicht ganz falsch, wobei „City of nicht ganz so gute Music“ vielleicht treffender wäre. Es gibt halt viel Country, und vor allem gibt es den Broadway, so eine Art Oktoberfest im Westernlook.

Man stelle sich das als eine Saufmeile vor, wo auf beiden Seiten der Straße Musikclubs sind. In jedem Haus. Und in jedem dieser Häuser auf mehreren Etagen. Und obendrauf jeweils eine Rooftopp-Bar.

In den Musikclubs spielen Tag und Nacht Bands ihre Musik, und das bei offenen Fenstern. Wobei der Drummer selbstredend direkt am Fenster sitzt. Man schaut von der Straße aus also der Band in den Nacken und lauscht bis zu fünf Bands gleichzeitig, die dies- oder jenseits der Straße spielen.

Country, aber sehr oft auch gecoverte Rocksongs, wobei „Livin‘ on a prayer“ so eine Art Goldstandard zu sein scheint. Dazu bewegen sich US-Bürger, die eher nicht in den Metropolen der West- und Ostküste wohnen, im Takt bzw. den Bürgersteig entlang, wobei die Eleganz dieser Bewegungen gegen Abend sehr nachlässt. Vielleicht liegt es am Alkohol.

Zwischendurch fahren Partybusse und Bierbikes durch, gerne mit Junggesellinnenabschieden an Bord, und es ist einfach nur schrecklich, anstrengend und vor allem unangenehm. Vielleicht hätte es mir mit einer halben Flasche Schnaps intus besser gefallen. Oder ich hätte einfach alle abgeknallt. Es sollte ja nicht weiter schwer sein, in der Gegend an eine Waffe zu kommen.

Aber so kann ich nur mahnen: Haltet Euch fern! Auch schlimme Menschen haben Lieder.

Schreibe einen Kommentar