Back from the U.. USA

Zurück in Mülheim am Rhein, und der Kiosk ist neu gestrichen. Das ist nicht gut bei neun Stunden Zeitverschiebung und erzeugt ein Gefühl von Verwirrung. Ähnlich dem, als ich nachts aufwache und in einem mir unbekannten Raum liege, der sich nach einigem Nachdenken als Großteil meiner Wohnung herausstellt.

Selbe Nacht, wenig später. Halb vier. Ich bin hellwach und voller Tatendrang. Erst mal eine Wäsche anstellen. Und sich ganz kurz noch mal hinlegen.

Zehn Uhr. Ich bin wieder wach und stehe erneut auf. Der Körper ist wach, aber die Wahrnehmung irgendwo hinter einem Schleier aus Nebel verborgen. Meine Krankenkasse will ein Foto von mir. Schwierig. Wo hatte ich noch gleich die aktuellen Passfotos abgelegt? Oder schicke ich denen einfach eine Autogrammkarte? Sehr schwierig, also eher was für Montag.

Lange in Seattle gewesen. In Snob-Kaffee-Land. Und so beschließe ich, einen Milchaufschäumer zu kaufen. Damit komme ich bestimmt auch besser über den Nachmittag. Nun stehe ich vor dem Dilemma, dass ich ohne viel Kaffee nicht in der Lage bin, am Straßenverkehr teilzunehmen, andererseits aber auch nicht noch mehr Kaffee trinken kann, ohne dass ich nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen könnte. Und die Linie 18 fährt bis November nicht über Mülheim am Rhein. Ich überlege, den Uber-90-Minuten-Lieferdienst auszuprobieren, den Saturn anbietet, kann mich aber nicht so recht entscheiden, ob es das wert ist.

Lieber vom alten auf den neuen Computer umziehen. Erst mal nur die Festplatte mit den Spielen in den neuen einhängen, und siehe da: GTA5 läuft direkt und einwandfrei. Nur Auto fahren kann ich nicht. Dann halt die restliche Software installieren, Daten kopieren und so; das geht auch in Trance.

Nachmittags Rückenschmerzen. Zehn Stunden im Flugzeug mit geprellter Rippe (fragt lieber nicht; es hat etwas mit einer Frisbee und einem knapp Fünfzigjährigen zu tun, der jetzt hoffentlich weiß, dass er nicht der junge Toni Schumacher ist) fordern ihren Tribut. Zum Glück nehme ich die Schmerzmittel nie, die die Ärzte mir verschreiben; so sind sie jetzt wenigstens da.

23 Uhr abends, immer noch wach. Das werte ich als Erfolg. Sonic Ballroom lieber auf der linken Rheinseite liegen gelassen, aber Auto fahren geht jetzt bestimmt, zumindest in GTA. Da sind sowieso die besseren USA, ganz ohne Zeitverschiebung.

### UPDATE, 6:35 Uhr ###

Läuft prima. Heute schon anderthalb Stunden gelesen, dann ebenso lange an einer Excel-Tabelle gesessen, vom Rhein aus den Sonnenaufgang beobachtet und dabei „Violator“ von Depeche Mode durchgehört. Der Computer ist fertig eingestellt und „Last of Us“ heruntergeladen. Jetzt warten darauf, dass in der Innenstadt die Läden öffnen. Hoffe nur, dass ich dann noch wach bin. Sonst wird das nie was mit dem Milchaufschäumer.

Schreibe einen Kommentar