
Nach einer guten Woche in der großen Stadt –- immerhin hat Málaga gut eine halbe Million Einwohner — hat sich unsereins jetzt die Küste Richtung Westen vorgearbeitet. Mühevoll, mit einer vierzigminütigen Bahnfahrt. Nun sitze ich in einem reizenden Fischerdörfchen namens Fuengirola — es hat immerhin nur achtzigtausend Einwohner — und schaue in die Landschaft, Foto beiliegend.
Neunter Stock mit Aufzug, den man aber auch ignorieren kann, wenn man gerade vom Einkaufen kommt. Das sind die Momente, in denen man merkt, dass man kein fresher forty-something mehr ist; es kam zu Verschnaufpausen in Stock fünf und sieben. Und zu dem Entschluss, das Treppenhaus in Zukunft zu meiden.
Der Swimming-Pool ist wegen Dürre geschlossen, was mir mal einer erklären soll, nachdem vor wenigen Monaten noch halb Spanien vom Regen weggeschwemmt wurde. Wobei mir der Sinn von Schwimmbecken in Spuckweite zur See noch nie klar war. Wer geht schon freiwillig in einen Pool, wenn der liebe Gott hundert Meter entfernt ein Meer mit phantastischem Wasser hingepieselt hat? Und bei fünfzehn Grad Wassertemperatur kann man sich nun auch nicht beschweren. Wer mehr will, soll sich eine heiße Wanne einlassen.
Abends dann das pure Nachtleben, das zu Gedichten animiert: „Da spielt un idiota / um halb elf noch pelota / und schlägt er falsch dann tut er / rufen was von puta“.
Alles hier, was man zum Leben braucht. Für mich fehlt noch nicht mal vom Balkon die Aussicht auf den Dom, um es mal mit den Bläck Fööss zu sagen.
