Es ist traurig anzusehen, wie die Stoffmasken da liegen. Bunte, farbenfrohe Stofffetzen, wie sie uns bis vor einigen Monaten die Pandemie verschönerten. Bekleidung, mit der sich mehr als nur ein Statement ausdrücken ließ. Und nun habe ich sie, nachdem sie monatelang an Nägeln herumhingen als wären sie Jesus, gewaschen und weiß nicht, warum.

Gut, weiß ich schon: In der Waschmaschine war noch Platz. Aber was nun tun damit? Verdrängt von medizinischem Gerät, haben sie keine Funktion und somit auch keine Existenzberechtigung mehr.

Ich könnte sie wegpacken, oder vielleicht stopfe ich sie in den Altkleidersammelcontainer. Irgendein Drittweltler wird sie schon nutzen können, und sei es bei der Wertstoffsuche auf einer Müllkippe aus Erstweltschrott irgendwo. Ein Gedanke, der mein Herz erwärmt, bei all‘ der Wehmut, die es gerade umweht.

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