Der junge Mann sprach mich im Touristenviertel an und versicherte als erstes, dass er kein guide sei. Dann wurde es schnell persönlich. „Where are you from?“. „I am from India and learn how to teach. I’m a buddhist.“ Alter wurden ausgetauscht, mir wurden Komplimente ob meines wesentlich jüngeren Aussehens gemacht und dann stellte sich heraus, dass irgendein Feiertag sei, an dem Buddhisten für die Armen zu spenden pflegen. Und er wolle „no money“ von mir, denn das mache „bad karma“. Stattdessen sollten wir zu einem supermarket spazieren, wo ich dann ein wenig Reis oder so für die Armen und Unterprivilegierten kaufen sollte. Aber: No Money! Weil: Das bringt schlechtes Karma.

Als ich gerade überlegte, wie ich die sympathische Nervensäge wieder loswürde, stürmte ein älterer Herr, dem Kleidungsstil nach zu urteilen Buddhist, dazwischen, erklärte mir „you can go“ und winkte mich hinfort, bevor er sich meinem indischen Gesprächspartner zuwandte. Ich weiß nicht, worüber sie anschließend sprachen, vermutlich über Karma.

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