Wildlife Adventure Resort, Chitwan, Nepal

Auf der er anderen Seite des Flusses, wenige Meter vor dem Saum des Dschungels, steht ein Elefant, gut versteckt, den Kopf in einer Gruppe Bäume versteckt. Er steht dort schon eine ganze Weile, ohne sich zu bewegen. Langsam lichtet sich der Morgennebel, und man sieht seine Konturen besser und besser.

Warum er sich wohl nicht bewegt? Vielleicht mimt er eine Statue, so wie sie einige Kilometer entfernt im nächsten Ort an der Kreuzung steht. Vielleicht kommen andere Elefanten, lieben seine Kunst und bezahlen ihn mit Früchten, die sie im Dschungel gefunden haben. Oder ist er ein Wachtposten, der Ausschau hält und die anderen warnt, wenn gefährliche Getier in Form von Menschen oder anderem anrückt?

Der Morgennebel lichtet sich mehr und mehr, die Sonne kommt durch, man erkennt erste Farben. Spannend, dass der Elefant grün ist. Vielleicht hat er sich in Grünzeug gewälzt? Beispielsweise, um besser getarnt zu sein auf seinem Posten als Wächter? Falls ja, hat er dies gut gemacht, denn abgesehen von der halbrunden Form seines Leibes würde man denken, dort stünde ein Busch, nicht ein Elefant.

Stunden später, die Sonne steht hoch am Himmel und der Elefant immer noch da. Mittlerweile sind nicht nur Form und Farbe, sondern auch Details wie Blätter zu erkennen. Dieser Wächterelefant ist wirklich exzellent getarnt.

Es ist Abend. Immer noch steht er am selben Platz, unbeweglich, den Kopf weiterhin im Blattwerk der Büsche um sich herum versteckt. Bewundernswert, alleine schon die Geduld, die das Tier an den Tag legt. Es macht Freude, einem Profi bei der Arbeit zuzuschauen.

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