Ein Mann kniet im Bahnhofsdurchgang und spielt Weihnachtliches auf der Querflöte. Zwischendurch spricht er die Passanten an: „Haben Sie mal einen Cent für mich?“ Die meisten gehen kopfschüttelnd ob dieser Geschäftsuntüchtigkeit weiter. „Was sind das hier nur für Menschen?“ bekommen sie noch hinterhergerufen.

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Blaulicht in der Ferne, vom Fenster aus zu sehen. Es blinkt auf dem Wiener Platz vor sich hin, was ich normalerweise gar nicht mehr wahrnehme, weil Polizeieinsätze dort zum Straßen- bzw. Platzbild gehören. Nur momentan rätsele ich: Polizeieinsatz? Oder doch nur das Kinderkarussel, das dort Teil des Weihnachtsmarktes ist? So spannend, dass ich nachschauen gehe, ist das dann aber doch nicht. Und so spannend, darüber zu schreiben, eigentlich auch nicht.

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Supermarktkasse, die Kassenkraft hustet und spotzt herzhaft in ihre Armbeuge, das Leben fühlt sich endlich wieder wirklich an. Der Rentner vor mir, FFP2 tragend, wünscht der Kassenkraft noch eine „Gute Besserung“. Das hätte es früher eher nicht gegeben.

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Der große alte Mann der Punkrock-Fanzinerei schreibt, meine Texte seien zu bieder und brav für den neuen Konfrontationskurs, den man fahre. Ob mein aktueller Beitrag gedruckt werde: naja, unentschieden. Ich freue mich endlich wieder auf ein neues ZAP Hardcore Magazin: einerseits wegen des angekündigten Kurses, andererseits in gespannter Erwartung, ob mein Geschreibsel es ins Heft geschafft hat. Advent, die Zeit freudiger Entgegensehung.

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Arbeitsauftrag: Die Eindrücke meiner ersten Nepal-Reise für den kommenden Frühjahrskatalog zusammenfassen. Schwierig, handelt es sich doch um ein leicht anderes Publikum als sonst, da die Anzahl der ehrenamtlichen, älteren Weltladen-Mitarbeiterinnen unter meinen Followern eher niedrig ist, die übliche Mischung aus ein bis zwei bösen und zwei bis drei miesen Scherzen, schnell runtergerotzt, wohl nicht so gut bei der Zielgruppe ankommen wird; und ich wette, meine Vorgesetzte streicht mir Sätze wie „Kathmandu ist so eine Art Bullerbü der Dritten Welt“ sowieso gnadenlos raus. Aber vielleicht lassen sich die Reste ja ins Zap stopfen. Oder anderswo hin.

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Vorsorge fürs nächste Jahr: Einreisewische für diverse Staaten anfordern, neuer Personalausweis sollte auch bald kommen, und am meisten freut unsereins sich momentan auf den geplanten Campingurlaub in der Bretagne. Vielleicht, weil sich als Wohlfühlplatte des Jahres eindeutig „Prisons Imaginaires“ von Syndrome 81 herauskristallisiert hat und ich mich auf die rues de Brest freue. Aber bis dahin sollten die Temperaturen vielleicht noch ein wenig zulegen.

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