Am Flughafen Köln/Bonn stinkt’s. Zumindest in der Zwischenebene, wenn man vom Tiefbahnhof hoch zu den Abflügen geht. Darüber könnte ich als jemand, der viel Geld für einen Flug ausgegeben hat, mich schrecklich aufregen. Andererseits ist es natürlich freundlich, dass die Obdachlosen hier im Dutzend schlafen dürfen, während es draußen kalt ist. Schwierige Güterabwägung. Wie man das findet, möge jeder für sich selbst entscheiden.
Von Norden Richtung USA kommend, überfliegt man Kanada, eine Art Mondlandschaft, aber mit deutlich mehr Wasser, und zwar gefrorenem. Ein Anblick, der einen nicht kalt lassen kann. Beziehungsweise einen frieren lässt, so dass man bei der Ankunft in New York froh ist, dass es hier über 40 Grad hat. Zwar nicht Celsius, aber immerhin.
Nachdem man das Einreisegespräch hinter sich gebracht hat („Wo wohnst Du?“, „Was willst Du hier?“, „Wann bist Du endlich wieder weg?“) kriegt man seinen Stempel in den Pass gedrückt und befindet sich nur noch eine Bahnreise mit zwei Umstiegen von der Unterkunft entfernt und lernt so auch schon die berühmte New Yorker Subway kennen. Erster Touri-Haken gesetzt.
Abends noch eine Runde um den Block. Nun ja, den erweiterten Block. Der Madison Square Garden erstrahlt grün (es ist St. Patrick’s Day), das Empire State Building erstrahlt grün (es ist St. Patrick’s Day), der Times Square erstrahlt epilepsiauslösend in allen Farben (es ist wie every day), die der RGB-Farbraum hergibt. Nach 22 Stunden auf den Beinen der Todesstoß. Ab in die Unterkunft und schlafen und den Geräuschen einer echten Stadt lauschen. Sowas hat man in der Provinz ja nicht.






