Die letzten Meter sind oft die schwersten. Marathonlaufende kennen das. So wie alle Raumfahrenden, die mal versucht haben, in ein Schwarzes Loch einzufliegen. Und so ist das mitunter auch mit Warenlieferungen, die, nachdem sie einmal am Verschickungsort los sind, über Konstantinopel fix an einem großen deutschen Flughafen eingetroffen sind, als wären sie geflogen. Hier werden sie nun seit einer Woche zwischen Lagerhallen hin- und hergefahren und nicht an ihren Bestimmungsort im Norddeutschen gekarrt. Ärgerlich, zumal sich unsereins nun von der Freizeit aus um nicht allzu aufwendigen, aber vielleicht gerade deswegen so lästigen Scheiß kümmern muss. Aber das tue ich ja gerne, solange sie am Flughafen Live-Action-Sokoban spielen können.

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Liège. Und/oder Lüttich. Manche sagen auch Luik dazu. Eine Stadt mit einigen Kirchen und ebenfalls alten Häusern. Zugerümpelter belgischer Schmuddel. Als Attraktion die Bueren-Treppe, sozusagen die „Stiege von Liege“ mit ihren gut dreihundert Stufen, die sich angenehm erklettern lassen. Die Jugend trainiert, indem sie ein- oder auch mehrbeinig Stufe um Stufe hochhüpft. Merke: Tritt nie gegen einen Lütticher im Hüpfekästchen an!

Spannend ist das Archéoforum, ein unterirdischer Rundgang, der sich anhand allerlei Steinernem mit der Stadtgeschichte beschäftigt. Sogar mit völlig interaktiven Stationen, die spannendes Erleben bieten, wo es ein oder zwei Zeilen Geschriebenes auch getan hätten. Die Belgier und ihre Vorliebe für Keller mal wieder. In der Schatzkammer der Kathedrale dann Werbung für Kindergeburtstage in ebendieser Schatzkammer. Manche Geschmacklosigkeiten schreiben sich da quasi von selber. Aber mysogyn und sowas von letztes Jahrtausend, dass man das am besten einfach sein lässt.

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Mittwoch spielten Protomartyr im Gebäude 9, und wären die in der ersten halben Stunde in die Pötte gekommen, wäre es viel besser gewesen. Vor allem hätten sie mal „Ferral Cats“ spielen sollen. Muss man mal so sagen. Beziehungsweise: hätte man denen vorab mal sagen sollen. Aber ich dachte, das wüssten die.

Überraschend super allerdings die Vorband DEAD FINKS. Obacht, unter diesem Namen firmieren diverse Gruppen von Musikanten!

Indiegedöns, irgendwo zwischen schön und klasse, so dass ich mich direkt gezwungen sah, am Merchstand die LP zu kaufen. Streamen ist bekanntlich was für Arme, wir APPD-Wähler wissen, wie es geht: Kaufen, kaufen, jeden Tag nur kaufen. Irgendwer muss diese Marktwirtschaft ja auch in der Krise am Laufen halten. Wäre ja lachhaft, wenn Putin uns in die Knie zwänge! Vor allem jetzt, auf den letzten Metern.

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