Rückkehr aus dem Norden Bangladeschs, per Flieger. Beim Landeanflug ist es bereits dunkel und es ist erstaunlich, wie wenig Licht unten zu sehen ist. Der Weg zum Hotel zeigt auch, wieso: Keine Straßenbeleuchtung, nur die Geschäfte sind mit funzeligen Stromsparlampen ausgestattet, deren Licht keinerlei Wärme hat. Bestimmt gut für die Umwelt. Dazu die Scheinwerfer der Autos, die es auch nicht unbedingt besser machen, aber wenigstens den allgegenwärtigen Stau hell erleuchten.
Das Schöne an Dhaka ist der viele Feinstaub in der Luft. Es rotzt sich besser, und auch die Haare stehen, ohne dass man mit weiteren Festigern nachhelfen müsste. In etwa wie am Strand, doch statt Salz und Sand Abgase. Und natürlich das, was unsereins per Flugzeug gestreut hat.
Auch tagsüber lässt sich sagen: Es gibt schönere Städte.
Gewöhnungsbedürftig sind die vielen Menschen. Sie stehen einem im Weg, man selbst ihnen, sie nötigen einen mitunter, Selfies mit ihnen zu machen, weil man per Hautfarbe zur Attraktion wird. Tatsächlich habe ich abgesehen von unserem Dreierteam noch keinerlei Weiße* in den Straßen gesehen, aber vielleicht gehen die in den neun (Stadt) bzw. fünfzehn (Großraum) Millionen Menschen, die hier leben, einfach unter.
Straßenhändler haben auch auf engstem Bürgersteig Platz, man sieht viel Appetitliches an den food hand trucks, lässt als verweichlichter Mitteleuropäer aber lieber die Finger beziehungsweise Beißer davon. Unsereins verlässt sich lieber auf das Hotelrestaurant, das, was unsere Gastgeber uns vorsetzen, und natürlich Chips und die bewährten Produkte der Coca-Cola Company.
Man geht Risiken ja klugerweise aus dem Weg, was leider nicht mehr geht, wenn man die Straße quert. Dafür kann man Brücken mit vielen Stufen (und Bettlern) nutzen, aber man kann sich auch durchmogeln, wobei die Fahrweise der Autos, Motorräder und Rikschas hier zwischen notgedrungen kooperativ und Durchbrettern pendelt. Man sollte aufpassen. Ehrlich. Und wenn ein Bus kommt: aus dem Weg. Alles andere ist Selbstmord.
Ab und an sieht man auch mal eine Kuh im Straßenbild, mitunter auch vor einer Fleischerei angebunden. Ein Ort für den Urlaub ist Dhaka nicht unbedingt, um nicht zu sagen: gar nicht. Kathmandu ist deutlich entspannter. Das Nationalmuseum allerdings ist sehenswert.
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* Sorry, „weiß“ müsste vermutlich klein, mit kursivem w oder sonstwie geschrieben werden; aber wenigstens ein Sternchen ist hier ja, wenngleich auch nur als Hinweis auf diese Fußnote.








