Málaga. Dreizehn Grad. Als ich morgens das Hotel verlasse. Ja, so schön, wie sich alle das vorstellen, ist es hier um diese Jahreszeit noch nicht. – Morgens ist ein Pullover vonnöten. Vielleicht, weil hier die Sonne eine Stunde später aufgeht. Ich begebe mich zum Flughafen, heim nach Köln. Für das Privileg, wieder Jacke tragen zu können.
Der Flieger verspätet sich, aber beim Warten tauscht man sich darüber aus, dass alle, wirklich alle, die nach Köln fliegen, heute früh schon ein Schneefoto per WhatsApp bekommen haben. Das sind die Momente, in denen man ins Grübeln gerät. Nicht, dass man nicht genug Schnee gesehen hätte in Spanien — aus sicherer Entfernung, wenn man vom Strand aus Richtung Sierra Nevada schaute. Was man eigentlich so tut, hier, beim Warten auf den Flug in die falsche Richtung. Zumal es für mich auch keinen zwingenden Grund gibt, schon zurückzufliegen. Gut, ab morgen wird mir erst mal ein Gerüst vors Fenster gebaut („Balkonsanierung“) und bleibt dort erst mal zwei Wochen stehen, aber das ist eigentlich auch nicht so spektakulär, dass man es wirklich gesehen haben müsste.
Einige Stunden später in Mülheim am Rhein. Vor einer Dreiviertelstunde angekommen, habe ich bereits ausgepackt, Kaffee getrunken, die Waschmaschine angeworfen (Eine Tat, die von der Nachbarin, die ebenfalls im Wäschekeller herumlungert, als „vorbildlich“ bezeichnet wird.), war einkaufen und heize vor allem. Was bei Facebook geschrieben habe ich hiermit auch.
Was nun? In meiner Abwesenheit ist die Spendenquittung von Ärzte Ohne Grenzen angekommen. Also vielleicht erst mal die Steuererklärung erledigen. Man will ja spüren, dass man wieder zuhause ist. Sonst noch was los die Tage?
