Über Deutschland soll man ja nicht immer nur meckern. Etwas, was einem schwerfällt, weil man ja Deutscher ist und einem deswegen das Jammern, Meckern, Rumnölen im deutschen Blute liegt. Und wenn man aus – sagen wir mal: – Spanien zurückkommt, fällt es einem noch schwerer.
Es ist ja nicht nur das Wetter. Oder die Tatsache, dass man in einen Bröckelstaat zurückkehrt, in dem die Autobahnbrücken marode sind, das mobile Internet schlechter funktioniert als in der Dritten Welt und „pünktlich wie die Eisenbahn“ so viel bedeutet wie in Spanien „mañana mañana mañana“.
Es ist vor allem dieses Gefühl, im hiesigen Supermarkt zu stehen und dessen Angebot zu sehen.
Bezahlbaren Käse jenseits von den Goudas und Bries dieser Welt sucht man vergebens. Nach Gazpacho braucht man gar nicht erst auszuschauen. Und vernünftiges Brot gibt es in Deutschland nirgends.
Aber wie gesagt: Immer nur meckern ist nicht. Lieber selber machen. Weswegen unsereins jetzt unter die Teigkneter und Gemüsepürierer gegangen ist.
Das funktioniert tatsächlich und so steht einem *richtigen* Frühstück, also einem, bei dem man Gazpacho wahlweise löffelt oder trinkt und man Weißbrot in Olivenöl taucht, nichts mehr im Wege. Denn das Angebot an Olivenöl ist im örtlichen Rewe tatsächlich besser als in den meisten spanischen Supermärkten.
Klingt vielleicht langweilig, aber wenn man bedenkt, wie ausführlich sich John Lennon im letzten Interview vor seiner Ermordung zum Thema Brotbacken geäußert hat, steckt in dem Thema doch eine Menge Thrill.
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Er: „Komm unbedingt zum Konzert unserer MISFITS-Covberband, wird super. Es sei denn natürlich, Du hasst die Misfits und findest Horrorpunk total albern.“
Ich: freue mich, dass ich ihm nicht noch erklären muss, warum ich keinesfalls zu dem Mummenschanz zu erscheinen gedenke. Da wären nur hässliche Worte gefallen, und man will ja keine Gefühle verletzen.
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Vor den Toren des örtlichen Rewemarktes brüllt ein Herr rum: „Ich bin Hitler!“
Gut zu wissen, was der Adolf heute so macht: vorm Supermarkt sitzen, betteln und stinken. Schön, dass aus dem doch noch was geworden ist. Warum nicht gleich so?
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Der kaputte Fuß, den ich mir aus Spanien mitgebracht habe, ist nach mittlerweile sechs Wochen deutlich besser. Das Rumspringen bei Illegale Farben im Limes in Mülheim am Rhein am Freitag klappte jedenfalls gut. Einerseits schön, andererseits natürlich schade, dass der Schmerz langsam nachlässt, erinnerte er mich doch an den Urlaub im Süden. Aber insgesamt gut: endlich wirklich zuhause angekommen. Zeit, wieder wohin zu fahren.
