Heute ist also Montag. Es ist ein gutes Zeichen, solche unwesentlichen Details nachschlagen zu müssen. Wesentlicher ist da schon, dass sich alles im Monitor meiner kleinen *Reiseschreibmaschine mit Extras* spiegelt, er regelrecht gleißt und blendet. Vermutlich wäre es sinnvoll, sich aus der Sonne raus zu setzen, aber diese Option steht selbstredend nicht zur Debatte.
Ich befinde mich auf einer „jugoslawischen Insel mit drei Buchstaben“, wie es früher im Kreuzworträtsel hieß, wenn der dringende Wunsch nach Konsonanten ertönte. Vermutlich ist diese Insel – Krk – nach dem Geräusch benannt, welches ertönte, als sie bei ihrer Entstehung aus dem Festland brach. Wobei eigentlich das gesamte Land hier wirkt, als wäre es Gott bei der Schöpfung entglitten und aus großer Höhe auf den Boden gekracht. Und statt vernünftig sauber zu machen, hat Er einfach feucht drübergewischt, dabei aber lediglich Wasser zwischen all‘ den Bruchstücken verteilt.
Beim Rücken- und beim Brustschwimmen kann man – je nachdem, ich welche Richtung man schwimmt – auf Rijeka gucken, das man als halbe Kulturhauptstadt Europas 2020 kennt und vom Brettspiel „Europareise“. Was natürlich nur einer der Gründe ist, weshalb man ins Wasser geht. Andere sind der Spaß und die Freude, mit denen einen die Schwimmerei umspült, und die Heldenverehrung, die sie einem einbringt, da es Menschen gibt, die das Wasser für „kalt“ (Zitat) halten. Was natürlich Quatsch ist. Denn: Solange man auf dem Wasser nicht laufen kann (es sei denn, man ist Jesus), ist es auch nicht zu kalt.
Für heute Nacht ist Sturm angesagt. Mal schauen, wie das Zelt den aufnimmt. Wahrt diese Worte, es könnten meine letzten sein.
