Es sitzt sich recht gut hier. Im Rücken ein Brunnen, der gerade Dürre hat, die Hauptstraße vor mir, auf der viel Blech unterwegs ist. Ein Spatz schleicht sich, Hüpfer für Hüpfer, an die Krümel meines Essens heran. Ich genieße den Schatten, wobei ich etwas trinke, was die Einheimischen als Kaffee bezeichnen. Eine Bezeichnung, die dieses Getränk, im Gegensatz zu dem gefilterten Dünnschiss, der in der Heimat als Kaffee serviert wird, auch verdient hat. Gleich geht es wieder hinaus in die Mittagssonne (die gar nicht mal so gnadenlos ist, denn es ist Mitte September), um sich weiter die Stadt und ihre Gebäude anzuschauen. Es gibt zu tun. Und zwar noch sehr viel. Und es gibt immer noch Dinge, die lassen sich nicht im Sitzen erledigen.
Eigentlich sollte hier ein toller Text über die Bretagne stehen, aber leider ist der Autor dieser Zeilen anderweitig beschäftigt. Mit immeerschwimmen zum Beispiel. Als kleinen Trost ein bis zwei Platzhalterfotos.
Zurück in Mülheim am Rhein, und der Kiosk ist neu gestrichen. Das ist nicht gut bei neun Stunden Zeitverschiebung und erzeugt ein Gefühl von Verwirrung. Ähnlich dem, als ich nachts aufwache und in einem mir unbekannten Raum liege, der sich nach einigem Nachdenken als Großteil meiner Wohnung herausstellt.
Selbe Nacht, wenig später. Halb vier. Ich bin hellwach und voller Tatendrang. Erst mal eine Wäsche anstellen. Und sich ganz kurz noch mal hinlegen.
Zehn Uhr. Ich bin wieder wach und stehe erneut auf. Der Körper ist wach, aber die Wahrnehmung irgendwo hinter einem Schleier aus Nebel verborgen. Meine Krankenkasse will ein Foto von mir. Schwierig. Wo hatte ich noch gleich die aktuellen Passfotos abgelegt? Oder schicke ich denen einfach eine Autogrammkarte? Sehr schwierig, also eher was für Montag.
Lange in Seattle gewesen. In Snob-Kaffee-Land. Und so beschließe ich, einen Milchaufschäumer zu kaufen. Damit komme ich bestimmt auch besser über den Nachmittag. Nun stehe ich vor dem Dilemma, dass ich ohne viel Kaffee nicht in der Lage bin, am Straßenverkehr teilzunehmen, andererseits aber auch nicht noch mehr Kaffee trinken kann, ohne dass ich nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen könnte. Und die Linie 18 fährt bis November nicht über Mülheim am Rhein. Ich überlege, den Uber-90-Minuten-Lieferdienst auszuprobieren, den Saturn anbietet, kann mich aber nicht so recht entscheiden, ob es das wert ist.
Lieber vom alten auf den neuen Computer umziehen. Erst mal nur die Festplatte mit den Spielen in den neuen einhängen, und siehe da: GTA5 läuft direkt und einwandfrei. Nur Auto fahren kann ich nicht. Dann halt die restliche Software installieren, Daten kopieren und so; das geht auch in Trance.
Nachmittags Rückenschmerzen. Zehn Stunden im Flugzeug mit geprellter Rippe (fragt lieber nicht; es hat etwas mit einer Frisbee und einem knapp Fünfzigjährigen zu tun, der jetzt hoffentlich weiß, dass er nicht der junge Toni Schumacher ist) fordern ihren Tribut. Zum Glück nehme ich die Schmerzmittel nie, die die Ärzte mir verschreiben; so sind sie jetzt wenigstens da.
23 Uhr abends, immer noch wach. Das werte ich als Erfolg. Sonic Ballroom lieber auf der linken Rheinseite liegen gelassen, aber Auto fahren geht jetzt bestimmt, zumindest in GTA. Da sind sowieso die besseren USA, ganz ohne Zeitverschiebung.
### UPDATE, 6:35 Uhr ###
Läuft prima. Heute schon anderthalb Stunden gelesen, dann ebenso lange an einer Excel-Tabelle gesessen, vom Rhein aus den Sonnenaufgang beobachtet und dabei „Violator“ von Depeche Mode durchgehört. Der Computer ist fertig eingestellt und „Last of Us“ heruntergeladen. Jetzt warten darauf, dass in der Innenstadt die Läden öffnen. Hoffe nur, dass ich dann noch wach bin. Sonst wird das nie was mit dem Milchaufschäumer.
Zum Abschluss zwölf Tage Seattle. Weil Verwandtschaft hier wohnt, das Leben also günstig ist. Für mich. In dieser Stadt lässt es sich sehr gut leben, wenn man genügend Geld hat. Alles ist ähnlich teuer wie in San Francisco, dafür ist das Wetter normalerweise schlechter, sie liegt halt viel weiter nördlich. Aber ebenfalls am Wasser, sich einen Meeresarm in Form eines recht flach gedrückten T’s mit Vancouver teilend. Echte See oder nur dessen Arm, egal, jedenfalls riecht es nach Meer. Es sei denn, man befindet sich in gewissen Gegenden von Downtown, dort riecht es nach Pisse.
Seattle ist ein wenig wie der Pullover von K. Cobain, der im hiesigen Pop-Museum hängt; es riecht, es ist ein wenig langweilig, es ist mit einem Wort: oll.
Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, dass dem Wort „oll“ eine gewisse Abwertung innewohnt. Eher das Gegenteil ist der Fall: Oll bedeutet, man kennt sich schon lange, der Lack ist ab, die Person (oder der Gegenstand) hat seine Macken und Schrammen, die als Zeichen der Zeit einfach dazugehören. An denen gemeinsame Erinnerungen hängen, die den Gegenstand (oder die Person) noch wertvoller machen. Erinnerungen, in denen man schwelgen kann („Weißt du noch, wie der Hund damals aufs Sofa gekotzt hat?“). In „oll“ schwingt so viel Liebe mit, dass es fast schon widerwärtig ist.
Und egal, wie sehr Seattle seine ollness auch mit vielen neuen Wolkenkratzern in Downtown zu überschminken versucht, es klappt nicht. Es gibt komische Ecken, es gibt viele altbackene Häuser und Straßen, alles ist ein wenig langweilig.
Außer den Attraktionen, versteht sich. Die Space Needle, ein futuristischer Turm mit toller Aussicht und gläsernem Boden, der sich dreht. Das oben bereits erwähnte Pop Museum ist gewiss toll, das mir mit 35 Dollar oder so zu teuer war; ich fand ja schon das Punk Rock Museum in Las Vegas langweilig. Super auch Pike Place Market, ein Indoor-Markt über mehrere Etagen, mit vielen schönen Geschäften mit allem, was das Touristenherz begehrt, untergebracht in historischem Gebäude am Hang. Am Fischstand werfen sich die Fischverkäufer die Fische zu, und alle Umstehen applaudieren, fotografieren und filmen. Das mag man provinziell finden, aber immerhin ist dann gleich um die Ecke eine Gasse, in der man seine gekauten Kaugummis an die Wand kleben darf, was schon deutlich großstädtischer ist. Und diese Stadt hat eine Monorail. Die noch zudem sehr günstig ist. Sie fährt allerdings auch nur eine Station weit.
Alles in allem genau die Stadt, in der sich ein Kölner wohl fühlt, wenn ihm das Heimatkaff mal zu hektisch wird.
Und er mehr Gegend will.
Es ließe sich an dieser Stelle noch einiges über das Umland schreiben. Über die Berge, die stets im Hintergrund sichtbar sind. Die Fähren, mit denen man fahren kann. Die wunderbare Gegend. Die Weite. Aber dann würde es schwierig, sich demnächst zum Heimflug zu überwinden.
Nashville, Tennessee als „City of Music“ zu bezeichnen, ist sicherlich nicht ganz falsch, wobei „City of nicht ganz so gute Music“ vielleicht treffender wäre. Es gibt halt viel Country, und vor allem gibt es den Broadway, so eine Art Oktoberfest im Westernlook.
Man stelle sich das als eine Saufmeile vor, wo auf beiden Seiten der Straße Musikclubs sind. In jedem Haus. Und in jedem dieser Häuser auf mehreren Etagen. Und obendrauf jeweils eine Rooftopp-Bar.
In den Musikclubs spielen Tag und Nacht Bands ihre Musik, und das bei offenen Fenstern. Wobei der Drummer selbstredend direkt am Fenster sitzt. Man schaut von der Straße aus also der Band in den Nacken und lauscht bis zu fünf Bands gleichzeitig, die dies- oder jenseits der Straße spielen.
Country, aber sehr oft auch gecoverte Rocksongs, wobei „Livin‘ on a prayer“ so eine Art Goldstandard zu sein scheint. Dazu bewegen sich US-Bürger, die eher nicht in den Metropolen der West- und Ostküste wohnen, im Takt bzw. den Bürgersteig entlang, wobei die Eleganz dieser Bewegungen gegen Abend sehr nachlässt. Vielleicht liegt es am Alkohol.
Zwischendurch fahren Partybusse und Bierbikes durch, gerne mit Junggesellinnenabschieden an Bord, und es ist einfach nur schrecklich, anstrengend und vor allem unangenehm. Vielleicht hätte es mir mit einer halben Flasche Schnaps intus besser gefallen. Oder ich hätte einfach alle abgeknallt. Es sollte ja nicht weiter schwer sein, in der Gegend an eine Waffe zu kommen.
Aber so kann ich nur mahnen: Haltet Euch fern! Auch schlimme Menschen haben Lieder.
„Sgt. Pepper“ dröhnt laut durchs Auto, als wir über den Highway brausen. Wir sind auf dem Weg nach Memphis, Tennessee, um dort Graceland zu besuchen. Ich komme mir vor wie entführt. Die Reiseleitung hat kurzfristig beschlossen, die Hinterlassenschaften des sogenannten King of Rock’n’Roll anzuschauen, und wer bin ich, mich da querzustellen?
Wer die Musik bestellt, der bestimmt auch, was sie spielt.
In den Zimmern des Graceland Guesthouse-Hotels begrüßt einen der Fernseher, aus dem Musik strömt. Man kann einstellen, ob sie vom 50er-, 60er- oder 70er-Jahre Elvis sein soll. Und es gibt eine segensreiche „Aus“-Taste.
Zudem stehen Wasserflaschen mit bunter „Welcome“-Banderole zur Begrüßung bereit, auf der deutlich kleiner auch vermerkt ist, dass es sechs Dollar kostet, sie zu leeren.
Abends gibt es Elvis‘ Lieblingssnack (irgendwas mit Peanutbutter, meine ich) für lau (solange der Vorrat reicht), es bildet sich tatsächlich auch eine lange Schlange, um die großzügige Gabe (siehe Foto) zu verzehren.
Am nächsten Morgen die Tour durch Graceland, die im Besucherzentrum auf der anderen Seite der Straße beginnt. Und zwar damit, dass man einen kurzen Film schaut und anschließend an einem Bus ansteht, damit dieser einen zurück auf die andere Seite der Straße fährt. Dort wartet man vor den Toren von Graceland und stiefelt anschließend in einer trippelschreitenden Schlange durch Elvis‘ Anwesen.
Die Inneneinrichtung des Hauses besteht aus solidem Elvis-Kitsch, immer haarscharf auf der Grenze zwischen „völlig drüber“ und „auf eine gewisse Art schon geschmackvoll“ wandelnd. Stilvoll ist das schon. Aber hier leben? Nein danke. Um es mal mit Tocotronic zu sagen.
Es gibt Audio-Guides und viele Texttafeln, die zum Beispiel darauf hinweisen, dass Elvis seiner Zeit voraus war, weil er in jedem Zimmer einen Fernseher hatte. In einem sogar drei, um möglichst viele Football-Spiele gleichzeitig schauen zu können.
Auch das Grab gibt es zu sehen, anscheinend lebt der Mann doch nicht mehr. Wobei man natürlich viel auf einen Grabstein schreiben kann.
Der Bus fährt einen zurück auf die andere Straßenseite, wo es noch Elvis‘ Autosammlung zu bestaunen gibt, außerdem seine beiden Flugzeuge.
Und nach dem circa zwanzigsten Merchandise-Shop ist das Erlebnis dann auch vorbei. Wie gut, dass meine Entführer für den Eintritt aufkommen, mir wäre Presleys Mist keine achtzig Dollar wert gewesen. Sowieso völlig überbewertet, der Mann. Das einzige Highlight seines Gesamtwerkes ist der Snare-Sound bei „Hound Dog“.
Wieder im Auto. Endlich wieder Beatles.
Nashville, Tennessee. High Noon und eine Minute. OJ SImpson ist tot, ich beiße in meinen All American Burger — und die Band spielt „Sultans of Swing“.
Die Straßen in diesem Land sind zu lang. Hausnummern gehen in die Tausende, und die schachbrettartige Anordnung in den Städten irritiert auch mehr als sie nützt. Man wandert beispielsweise durch halb San Francisco, nur um am anderen Ende der Stadt auf denselben Straßennamen zu treffen, der auch noch dieselbe Straße bezeichnet, in der man am anderen Ende der Stadt wohnt. Gefühlt hätte man sich die Wanderung glatt sparen können. Sehr unbefriedigend, das Ganze.
Las Vegas ist da besser. Da geht es eigentlich nur eine Straße rauf und runter, und innerhalb von einer Stunde sieht man New York, Paris, Venedig und ärgert sich ein wenig, immer so viel Geld und Zeit fürs Reisen auszugeben, wenn ein einzelner kurzer Trip nach Las Vegas es getan hätte.
Ein Manhattan, deutlich kleiner als das Original, ist aufgebaut, inklusive Freiheitsstatue, Chrysler Building etc. Alles auf einem Fleck, und das bei besserem Wetter! Ähnliches gilt für Paris: Triumphbogen, Eiffelturm, alles da! Und sogar Venedig mit einem Kanal samt singendem Gondoliere, und das drinnen, also ganz unabhängig von Wetter und Tageszeit! Phantastisch.
Und dann wohnt unsereins auch noch in einem Schloss namens Excalibur. Es sieht zwar aus wie ein Casino mit angeschlossenem 28stöckigem Hotel, aber davon sollte man sich in seinem Traumschloss nicht stören lassen. Auch nicht von den müden Gestalten, die im Foyer übernächtigt an den Einarmigen Banditen sitzen, wenn man morgens ans Auschecken geht.
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Ich stehe da, schaue auf den Grund, warum die vielen Touristen hier sind, und sehe: nichts. Der Grund dafür ist, dass der Touristenmagnet hier Grand Canyon heißt, und der ist nun mal nichts weiter als ein großes Loch, und Löcher bestehen eben aus: nichts.
Gut, dieses Loch besteht aus viel Nichts. Sogar aus sehr viel Nichts. Ich versteige mich glatt zu der Aussage, dass ich nur selten so viel Nichts auf einen Haufen gesehen habe.
Gut, „Haufen“ ist jetzt auch das falsche Wort.
Beeindruckend ist dieses Nichtsein im Drumherumsein jedenfalls, und die vielen Touristen sind nicht grundlos hier. Denn ohne Grund weit unten fiele dieses Nichts nicht weiter auf. Sonst könnte man ja auch einfach irgendwohin fahren, nur um in die Luft zu starren. Wobei: Die NASA und andere treiben sehr viel Aufwand, um Leute dahin zu schicken, wo sie in so richtig richtiges Nichts starren können.
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Nächster Ort, nächste Straße. Man lässt sich vom Rest der Reisegesellschaft vor dem Motel, das man gebucht hat, absetzen. Nur um dann festzustellen, dass es an dieser Straße zwei Motels desselben Namens gibt. Und man sich natürlich am falschen davon hat absetzen lassen. Ich verfluche die Straßen hier. Weil sie einfach zu lang sind. Und zu viele Hausnummern haben. Und man vielleicht mal besser hätte aufpassen sollen.
Nach zehn Tagen Dauerlaufen durch New York und San Francisco sind die Billig-Imitat-Chucks durch, die ich mit habe, und ich beschließe, mir ein Paar Originale, die ersten seit einem Vierteljahrhundert, zuzulegen. Kosten halt mehr als das Vierfache (60 Dollar), mal schauen, ob die auch entsprechend besser sind.
Und so latsche ich weiter bergauf und bergab. Wobei mich offensichtlich selbstfahrende Autos der Firma Waymo verfolgen. Autos ohne Personen drin. Einmal mit einer, aber auf dem Beifahrersitz. Einmal fährt es sogar einige Amazon-Pakete an mir vorbei. Gruselig, aber weniger gruselig als die Cable Cars, für die diese Stadt berühmt ist.
Als Autofahrer käme ich mir ja verarscht vor. Da schaltet die Ampel endlich auf Grün, aber sobald ein Ding-ding-ding ertönt, muss man anhalten und die Cable Car vorbeilassen. Oder warten, bis es Leute von Bord gelassen hat, die steigen nämlich gerne an den Kreuzungen aus; was auch verständlich ist, denn nur dort sind die Straßen waagrecht.
Festhalten muss man auch, dass diese Schienenfahrzeuge von nur einem Kabel pro Bahnlinie angetrieben werden, das in der Mitte der Straße verläuft. Da hakt der conductor das Gefährt dann ein und aus, je nachdem, ob es hoch oder runter geht. Eine Bremse hat er zwar auch zur Verfügung, besonders vertrauenserweckend wirkt das alles aber nicht. Aber immerhin vertrauenserweckender als die Technik der ganzen IT-Giganten, die hier in der Gegend angesiedelt sind.
Und dann gibt es da noch die Armee der Verlierer, diejenigen, die auf der Straße leben.
Es ist wie mit den Hochhäusern: deutlich mehr als in Köln oder Velbert. Menschen, die in den Ecken kauern und sich in ihren Pullovern oder unter Planen verstecken, andere sind auf Drogen, die sie einen sehr langsamen Tanz aufführen lassen, der wie eine Mischung aus Zeitlupen-Wackelpeter und Tai Chi wirkt. Andere stehen gebückt da, mit gekrümmtem Rücken, als würden sie gerade kacken, oder betrachten interessiert Dinge, die nur für sie interessant sind.
Mitunter hat man das Gefühl, hier läuft die Evolution rückwärts, was auch daher kommen mag, dass sie, wenn sie sprechen, es oft wie krächzende Vögel tun. Es ist regelrecht erfrischend, zwischendurch jemandem über den Weg zu laufen, der einfach nur eine Wand anschreit.
Aber am Wasser kann man schön sitzen in dieser Stadt. Wenn man nichts gegen Alt-Hippies hat, dem Alter nach als junge Menschen in den 60ern hierhin gezogen, kann man auch sehr schön in Cafés sitzen.
Eher enttäuschend ist hingegen das Meer, das sich erstens sehr fies gewellt präsentiert und zweitens wohl noch fiesere Unterströmungen aufweist; ein gut besuchter Strand, wo alle nur am, nicht im Wasser sind, hält mich dann auch im Trockenen.
Dennoch eine Stadt, in die ich durchaus ziehen würde. Man drücke mir bitte die Daumen, dass mein Gehalt um den Faktor fünf erhöht wird, damit ich mir hier eine Wohnung leisten kann.